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200 Jahre alt ist die Linde an der Buchberger Straße. Auch wenn an der Stelle jetzt gebaut wird, soll sie erhalten bleiben. 

Entwarnung im Bauausschuss

Gelting: Alte Linde bleibt erhalten

  • vonPeter Herrmann
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Trotz Neubaus kann eine alte Linde an der Buchberger Straße in Gelting erhalten bleiben. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens. 

Gelting – Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Monate beschäftigte sich der Bau- und Umweltausschuss am Dienstag mit einem Bauantrag der in Nürnberg ansässigen Lama Wohnbau GmbH. Das Gremium bewilligte zwar im Mai die Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern an der Buchberger Straße 21, 21 a und 23 in Gelting. Dagegen stimmten jedoch der Geltinger Landwirt Franz Wirtensohn (CSU) und der Umweltreferent des Stadtrats, Volker Witte (Grüne). Beide befürchteten, dass eine am Rande stehende alte Linde im Zuge der Baumaßnahme gefällt werden muss.

Die Linde ist etwa 200 Jahre alt

Am Dienstag gab Raimund Stumpfhauser vom Bauamt Entwarnung. „Der Baum kann trotz des Neubaus erhalten werden“, erklärte er in der Sitzung. Er berichtete von einer am 2. Juli erfolgten Begehung mit einer Gutachterin. Ihre Einschätzung: Wenn die benachbarte Baugrube mit Spundwänden gesichert wird, kann das Wurzelwerk der etwa 200 Jahre alte Linde geschützt werden. Zudem müsse der Baum im Bereich des noch bestehenden Stallgebäudes zugeschnitten und später besonders gepflegt werden. „Der Bauträger muss seine Ausgrabungen dokumentieren“, so Stumpfhauser.

Lesen Sie auch: Das verraten die alten Skelette in Gelting

Schon im März musste die Lama Wohnbau GmbH ihre Pläne ändern und verlegte auf Empfehlung des Bauausschusses drei oberirdische Stellplätze in die Tiefgarage. Franz Wirtensohn und Volker Witte zeigten sich über die erneute Nachbesserung in Sachen Baumschutz erleichtert. „Ich bin richtig froh, dass das so geklappt hat“, sagte Wirtensohn. „Andernfalls hätte ich mich mit Volker Witte an den Baum gekettet“, scherzte er. Der Umweltreferent unterstrich erneut die Notwendigkeit der in Geretsried bestehenden Baumschutzverordnung: „Dadurch konnten in den letzten Jahren schon viele Fällungen verhindert werden“, erklärte Witte. Ob die alte Linde die Baumaßnahme wirklich unbeschadet überstehen wird, bleibt abzuwarten. 

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