Karl-Lederer-Platz

Auch das letzte Gebäude in der Reihe kann weg

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Einzelhandel, Dienstleistungen und Wohnungen sollen am Karl-Lederer-Platz 20 unterkommen. Der Bebauungsplan für den Neubau der KLP Projekt UG ist fast durch. Der Entwicklungs- und Planungsausschuss hat am Montagabend einstimmig dem Stadtrat empfohlen, den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen.

Geretsried – Zuvor galt es Bedenken und Anregungen zu behandeln. 15 Stellungnahmen waren eingegangen, die Michael Schlenz, zuständiger Sachbearbeiter des Bauamts, auf gut 35 Seiten dargestellt hatte. Demnach muss der Bebauungsplan nur geringfügig geändert werden. Das Landratsamt bat an einigen Stellen, einzelne Wortlaute zu konkretisieren. Die meisten Einwendungen brachte Rechtsanwalt Franz Sußner im Namen der Anwohner vor.

Vieles davon war bereits in der Planungsphase des nebenan entstehenden Krämmel-Baus Thema. „Es wird eine Betonwüste geschaffen, welche das Zentrum nicht stärkt, sondern schwächt“, war ein Punkt. Das Vorhaben beeinträchtige die Lebens- und Aufenthaltsqualität, zudem sei zu wenig auf die Interessen der Bürger eingegangen worden. Schlenz verwies auf die Untersuchung des Planungsbüros Immich vor Jahren. „Die Neuaufstellung des Bebauungsplans folgt den Zielen, den Karl-Lederer-Platz als urbanes Zentrum zu revitalisieren und die Gestaltung des Platzes zu verbessern“, sagte er.

Kritik üben die Anwohner auch daran, dass die geplante Tiefgarage und die Belieferung der Geschäfte über den Karl-Lederer-Platz zusätzlichen Verkehr in die Innenstadt hole. Mit Verweis auf die Feinstaubbelastung in München und der Belastung mit Mikropartikeln in Freising sei das zu vermeiden. Schlenz zog das angefertigte Verkehrsgutachten heran, demzufolge der zusätzliche Verkehr aufgenommen werden könne.

Zudem betonen die Anwohner nochmals, dass die Stadt zu wenig auf die Grundwasserproblematik eingegangen sei. Auch darauf antwortete die Stadt mit einem bereits erstellten Gutachten.

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