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Tobias Weber hat die Musik für das Singspiel auf dem Nockherberg geschrieben. 

Im Gespräch mit Tobias Weber  

Ausgefüllt mit Nockherberg

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Nach fünf Jahren gibt es beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg mit Richard Oehmann und Stefan Betz neue Singspielmacher. Die Lieder hat der Münchner Musiker und Geretsrieder Musikschullehrer Tobias Weber geschrieben. Derzeit laufen die Proben für das populäre Politiker-Derblecken, das am 28. Februar live im Fernsehen übertragen wird. Ob Weber noch ruhig schlafen kann, verrät er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Herr Weber, der große Tag rückt stetig näher. Träumen Sie schon vom Nockherberg?

(lacht) Nein, Gott sei dank nicht. Ich schlafe ruhig und sanft. Aber die Tage sind ausgefüllt mit Nockherberg.

Und das vermutlich schon ein paar Wochen. Wann haben Sie anfangen, die Lieder für das Singspiel zu schreiben?

Im Dezember. Ich habe mich in das Thema des Singspiels eingelesen und eingehört. Dann habe ich mit der Gitarre und am Klavier erstmal allein vor mich hingebastelt. Später kamen die Texte dazu. Ende Januar fand die erste Bandprobe statt. Ich habe die Noten verteilt, und wir haben die Stücke gespielt. Das war ein befreiender Akt.

Hat sich die Paulaner-Brauerei eigentlich eingemischt oder hatten Sie jede künstlerische Freiheit?

Die erste Fassung des Singspiels war ja schon relativ früh fertig. Das wurde dann bei einer Lesung mit der Brauerei vorgestellt. So wie ich das mitbekommen habe, hat sich da keine Stimme erhoben, dass da etwas komisch wäre. Wie schon in den vergangenen Jahren gab es eine große künstlerische Freiheit.

Es geht langsam in die heiße Probenphase. Steigt die Aufregung?

Aufgeregt bin ich nicht, nein. Es ist eher eine dauerhafte Probenstimmung. Wir sind alle hoch konzentriert, aber es macht auch sehr viel Spaß. Ich empfinde die Stimmung als Mischung aus Konzentration, Freude und Stolz. Das ist ein ganz toller und intensiver Zustand.

Wie laufen die Proben für das Singspiel ab?

Bis zur Generalprobe stehen jetzt täglich Durchlaufproben auf dem Plan. Das heißt, das Singspiel wird mit allen Beteiligten von vorn bis hinten durchgeprobt. Man schaut, ob alles passt und überlegt, was man vielleicht noch ändern könnte. Ab diesen Freitag sind wir dann im Nockherberg und proben mit Szenenbild. Die Generalprobe am 27. Februar ist eine Aufführung mit Publikum. Das wird ein spannender Moment. Aber es wird ein sehr schöner Abend.

Laut Schauspieler Stephan Zinner erwartet die Zuschauer heuer eine Komödie – niederbayerisch geerdet mit einem Schuss irischen Irrsinn.

(schmunzelt) Ich darf ja nichts sagen, aber das trifft es ziemlich gut. Stefan Betz hat das Drehbuch für die Verfilmung der „Grießnockerlaffäre“ geschrieben. Und diese Art von skurrilem Humor findet auch auf der Nockherberg-Bühne statt. Richard Oehmann hat irische Wurzeln. Das ist eine tolle Mischung.

Mussten Sie beim Komponieren der Stücke auf die Schauspieler Rücksicht nehmen?

Naja, man achtet schon auf die gesanglichen Möglichkeiten der Schauspieler. Ich spiele Lieder vor und wir schauen, was am besten passt. Die Schauspieler haben im echten Leben ja eine andere Stimmlage, als wenn sie einen Politiker verkörpern. Das muss man natürlich berücksichtigen.

Welche Politiker-Figuren sind noch mit dabei?

(Pause) Ich darf doch nichts verraten...

Schade, aber wenigstens haben wir es probiert.

Schauen Sie, für mich ist der Nockherberg wie Weihnachten. Das gibt es auch nur einmal im Jahr. Da verpackt man die Geschenke so, dass sich der andere maximal darüber freut. Und wir wollen auch, dass sich die Menschen über unser Singspiel freuen. Dazu fühlen wir uns mit unserer Geheimniskrämerei zutiefst verpflichtet. Und je weniger bekannt ist, desto größer wird die Überraschung.

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