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Aus Umweltschutzgründen wir es in Geretsried kein großes Silvesterfeuerwerk geben.

Geretsried feiert Geburtstag

Jubiläum 2020: Darum gibt es kein großes Silvesterfeuerwerk

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Das Jubiläumsjahr 2020 wird in Geretsried nicht mit einem großen Silvesterfeuerwerk auf dem Karl-Lederer-Platz eingeläutet. 

Geretsried – Stattdessen soll die Stadtverwaltung eine umweltverträglichere Variante prüfen. Das beschloss der Kulturausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch.

Ein Silvesterfeuerwerk, gezündet auf dem Dach des neuen Wohn- und Geschäftshauses Puls G am Karl-Lederer-Platz: Diesen Vorschlag unterbreitete Rathausmitarbeiterin Nadine Wickert dem Gremium. Die meisten Stadträte waren von dieser Idee nicht begeistert. „Ich lehne das ab, und zwar aus Umweltgründen“, sagte Volker Witte (Grüne). Auch die Tiere würden unter der Knallerei leiden. „Ich liebe Feuerwerk“, gestand Karin Schmid (CSU). Trotzdem lehnte auch sie den Vorschlag ab. Besser gefallen würde ihr ein „schönes Laser-Spektakel“. 

Auch Edith Peter (SPD) ist ein Fan von Feuerwerk, allerdings nicht von einzeln abgeschossenen Raketen. Diese Knallerei würde sie am liebsten ganz verbieten. In der Silvesternacht 2017 hatte eine Rakete in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Sudetenstraße einen Brand ausgelöst (wir berichteten). Auch der Dreck auf den Straßen am Neujahrsmorgen störe sie. „Ich bin dafür, ein zentrales Spektakel zu machen“, sagte die SPD-Stadträtin.

Kritisch sah das Ganze ihr Fraktionskollege Michael Lasidis. Er glaubt nicht, dass alle Geretsrieder kurz vor Mitternacht für ein zentrales Feuerwerk extra zum Karl-Lederer-Platz kommen würden. „Es müsste schon davor ein Programm organisiert werden. Das ist ein Mordsaufwand.“

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Ewald Kailberth (CSU) befürchtete, dass ein Feuerwerk an Silvester im allgemeinen „Geballere“ untergehen würde. Der Stadtrat wünschte sich ein anderes Datum. Der Festakt zur Gemeindegründung im April wären in seinen Augen ein besserer Termin. „Dann auch gerne in Form einer umweltfreundlicheren Variante.“

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Stadträtin Edith Peter stimmte als einzige für ein Jubiläumsfeuerwerk. Rathausmitarbeiterin Wickert nahm den Vorschlag einer Laser-Show auf. Sie will dem Gremium in der Novembersitzung Details und einen Alternativtermin präsentieren. 

nej

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