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Als wichtiges Zeitzeugnis gilt die sogenannte Bayer-Baracke. In ihr lebten nach dem Krieg Heimatvertriebene.  

Museum der Stadt Geretsried

Bayer-Baracke soll wiederbelebt werden - doch einige Fragen sind noch offen

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Gute Nachrichten aus Geretsried: Die Bayern-Baracke soll wiederbelebt werden. Die Stadtverwaltung prüft jetzt die Nutzung für das Museum.

Geretsried – Am Museum der Stadt Geretsried schlummert ein Schatz, der die Ausstellung bereichern könnte. Dem Museumsförderverein ist es ein Herzensanliegen, diesen zu bergen. Dafür hat er der Stadt Geretsried eine finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 20 000 Euro zugesagt (wir berichteten). Der Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport des Stadtrats hat nun die Verwaltung beauftragt, die Angelegenheit zu prüfen.

Bayer-Baracke:  Stadt verspricht finanzielle Unterstützung 

Die sogenannte Bayer-Baracke lagert – in Einzelteilen – seit ein paar Jahren im Museumsgarten und in einer Hütte. Zuvor stand das Gebäude an der Sudetenstraße. Es gehörte einst zur Schwarz-Weiß-Bäckerei Bayer. Herbert und Wilma Bayer fanden nach der Vertreibung in Geretsried Zuflucht. Bis Ende der 1950er Jahre stellten sie in einem Bunker die weltberühmten Karlsbader Oblaten her. In der benachbarten Holzbaracke befanden sich Wohn- und Ladenräume.

Bayer-Baracke soll wieder zum Leben erwachen

Helmut Hahn, Vorsitzender des Museumsfördervereins, schlägt vor, die Baracke wieder zum Leben zu erwecken. Als Erweiterung des Museums könnte man sie für eine Sonderausstellung zum Stadtjubiläum nutzen. Auch als Depot für Exponate könnte sie sich eignen. „Es kommt selten vor, dass uns Vereine was hinterhertragen“, freute sich Bürgermeister Michael Müller über das Angebot des Vereins, die Aufstellung der Baracke finanziell zu unterstützen.

Bayer-Baracke: viele offene Fragen zu klären

Allerdings gilt es zunächst viele offene Fragen zu klären, erläuterte Rathausmitarbeiterin Anita Zwicknagl in der Sitzung. „Wenn sie prinzipiell aufgestellt werden soll, dann wo, als Exponat oder Depot, mit oder ohne Fundament, beheizt oder nicht?“, zählte sie auf. Auch die Kosten für den Wiederaufbau müssten ermittelt werden. Die Fenster seien bereits beim Abbau verzogen gewesen und müssten erneuert werden.

„Die Baracke liegt seit längerer Zeit unter einer Plane, erstmal sollte man kontrollieren, ob sie es überhaupt noch wert ist, aufgestellt zu werden“, sagte Stadträtin Karin Schmid (CSU). Parteikollege Hans Ketelhut war für die Wiederbelebung, „aber nicht um jeden Preis“. Die Rahmenbedingungen soll die Verwaltung nun klären.  

Neuigkeiten gibt es auch aus dem Wolfratshauser Heimatmuseum: Das Museum soll umstrukturiert werden. Die Resonanz des Stadtrats war positiv – trotz voraussichtlich hoher Kosten.

sw

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