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Riskante Querung an der B11-Ausfahrt Geretsried Nord.
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Riskante Querung an der B11-Ausfahrt Geretsried Nord: ADFC-Kreisvorstandsmitglied Josefine Hopfes machte auf die Gefahrenstelle für Radfahrer bei einer Exkursion mit unserer Zeitung im Mai aufmerksam.

„Noch einige Brennpunkte und Schwachstellen“

„AK Fahrrad Geretsried“ drückt aufs Tempo

  • vonPeter Herrmann
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Der „AK Fahrrad Geretsried“ fordert schnelle Verbesserungen – vor allem an der nördlichen B11-Ausfahrt. Die dortige Querung halten die Mitglieder für besonders gefährlich.

Geretsried – Obwohl der Stadtrat Anfang des Jahres beschlossen hat, die Aufnahme in die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ (AGFK) zu beantragen, ist der Antrag bisher noch nicht eingegangen. Nun drücken die Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) aufs Tempo. Zum ersten Treffen des „Arbeitskreises Fahrrad Geretsried“ kamen auch der Bundestagsabgeordnete Andreas Wagner (Linke) sowie die Stadträte Martina Raschke (Grüne) und Hans Hopfner (SPD) in die Ratsstuben.

Vorstandsmitglied Birgit Sachers stellte eingangs anerkennend fest, dass zumindest im Landkreis der Ausbau des Radwegenetzes vorangetrieben wird. „In Geretsried gibt es jedoch noch einige Brennpunkte und Schwachstellen“, konstatierte sie. Wo diese sind, hatte Vorstandsmitglied Josefine Hopfes bereits bei einer Exkursion mit unserer Zeitung im Mai gezeigt. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen gefährliche Querung an der B11-Ausfahrt Geretsried-Nord. SPD-Stadtrat Hans Hopfner erneuerte bei dem Treffen seine Forderung nach einer Unterführung. „Das muss nicht die Formel-1-Lösung sein: Eine einfache Röhre würde schon genügen“, sagte er. Dass das Staatliche Bauamt in Weilheim dem Wunsch nach einer Untertunnelung bisher reserviert gegenübersteht, kann er nicht nachvollziehen. „Das Straßenbauamt scheut den erhöhten Arbeitsaufwand: Der Autoverkehr scheint hier leider Priorität zu haben“, bedauerte Hopfner. Dagegen lobten er und auch Stadträtin Raschke die Neugestaltung des Stadtzentrums. „Dort entsteht eine verkehrsberuhigte Zone, in der Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichberechtigt sind.“

Der Abgeordnete Wagner befürwortet dennoch eine Radspur auf der Egerlandstraße. Denn nicht alle Schüler würden den parallel zur B11 verlaufenden Radweg nutzen. Arbeitskreisteilnehmerin Lena Gneist empfahl sogenannte Pop-Up-Bike-Lanes. Diese temporären Radspuren, die baulich zum Beispiel durch Blumenkübel, Sprühkreide oder Verkehrshütchen abgegrenzt werden, hält sie an der viel befahrenen Sudetenstraße für sinnvoll.

Wagner wünscht sich zudem einen städtischen Radverkehrsbeauftragten als Ansprechpartner. Dass man in der Nachbarstadt Wolfratshausen damit gute Erfahrungen gemacht habe, berichtete Werner Grimmeiß. Die dortige Bauamtsleiterin Susanne Leonhard habe schon viel zur Verbesserung des Radverkehrs beigetragen. Grimmeiß erinnerte zudem daran, dass der Freistaat bis zum Jahr 2023 kommunale Radverkehrsmaßnahmen durch ein 1,45 Milliarden schweres Förderpaket unterstützt. „Das Geld ist da, es muss nur angefordert werden“, so Grimmeiß. Die Anliegen des Arbeitskreises sollen als nächstes in der Runde der Fraktionssprecher des Stadtrats erörtert werden.

ph

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