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Zugeklebt: Die meisten Mieter an der Egerlandstraße 58 bis 74 sind schon ausgezogen. Ab November soll der Gebäuderiegel abgebrochen werden. 

IG „Pro Egerlandstraße“ klagt gegen Stadt

Nach Klage: Wie es an der Egerlandstraße weitergeht

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Die IG „Pro Egerlandstraße“ hat gegen das Vorhaben an der Egerlandstraße geklagt. Das Gericht befasst sich damit. So geht es nun weiter.

Geretsried – Seit gut drei Monaten beschäftigt sich die Justiz mit der Klage der Interessengemeinschaft (IG) „Pro Egerlandstraße“ gegen die Stadt Geretsried. Gegenstand der Klage ist der vorhabenbezogene Bebauungsplan für das geplante Wohn- und Geschäftshaus der Baugenossenschaft (BG) an der Egerlandstraße.

Weil es sich um ein Normenkontrollverfahren handelt, ist nicht das Verwaltungsgericht in München zuständig, sondern der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) mit Sitz in der Landeshauptstadt. Wann ist mit einer Entscheidung durch den VGH zu rechnen? Das Verfahren sei „erst seit Ende Mai“ anhängig, teilt eine Pressesprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Derzeit würden schriftliche Stellungnahmen erfolgen, so die Richterin weiter. Deshalb könne man noch nicht sagen, wann mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs zu rechnen ist. Anfang des kommenden Jahres sei ein Termin vermutlich absehbar.

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Wie berichtet ist diese Klage eine juristische Voraussetzung für spätere eventuell mögliche Zivilklagen gegen die (BG). Die IG besteht überwiegend aus Immobilieneigentümern und Gewerbetreibenden, die an der Egerlandstraße ansässig sind. Sie fürchten Beeinträchtigungen und Umsatzeinbußen durch die geplante Großbaustelle. Entstehen soll ein großes Wohn- und Geschäftshaus samt Tiefgarage (BGZ2). Eine gütliche Einigung der beiden Streitparteien über mögliche Ausgleichszahlungen an ihre Mitglieder während der Bauzeit der Tiefgarage in der Egerlandstraße den Jahren 2020 bis 2022 war gescheitert.

Die Baugenossenschaft (BG) hält an ihrem Zeitplan unverändert fest. Im November dieses Jahres soll der Abbruch der Gebäude an der Egerlandstraße 58 bis 74 beginnen. Der Bebauungsplan bleibt im laufenden Normenkontrollverfahren wirksam, so die VGH-Sprecherin. „Das Verfahren hat zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen auf das oder die betroffenen Bauvorhaben.“  nej

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