+
Fast fertig: Das „Centrum 20“ und das „Puls G“, in dem Edeka einen „Erlebnismarkt“ eröffnet.

Zu Besuch auf der Baustelle

Karl-Lederer-Platz: Zum Christkindlmarkt soll alles fertig sein

Geretsried ist gefühlt eine einzige Baustelle. An vielen Ecken und Enden wird gebaggert und gemauert. In einer Serie blicken wir hinter die Bauzäune. Heute geht es mit dem Bauhelm über den neuen Karl-Lederer-Platz.

Geretsried– Endspurt auf dem Karl-Lederer-Platz: Bis zur Eröffnung des Christkindlmarkts am 6. Dezember muss alles fertig sein. Am 5. Dezember soll laut Bauamtsleiter Rainer Goldstein der Edeka-„Erlebnismarkt“ im Erdgeschoss des Krämmel-Gebäudes „Puls G“ eröffnen. Zusammen mit Lukas Schrettenbrunner, Fachbereichsleiter für Verkehr und Umwelt im Rathaus, führte Goldstein unsere Zeitung über die Baustelle.

Wie ein Wohnzimmer wird auch die gute Stube von Geretsried eingerichtet. Auf einem Plan zeigen Stadtbaurat Rainer Goldstein (re.) und Fachbereichsleiter Lukas Schrettenbrunner, wo alles hinkommt.

Am „Puls G“ und am Nachbarhaus „Centrum 20“ wird derzeit auf Hochtouren gearbeitet. Gleichzeitig erneuert die Stadt die Plätze und Straßen am Karl-Lederer-Platz und rundherum. Wie ein Häuslebauer richtet sie ihr künftiges Wohnzimmer ein. So wie der Eigenheimer zwischen Parkett, Teppich oder Fließen wählt, hat sich die Stadt auf Empfehlung von Architekt Klaus Kehrbaum im gesamten Fußgängerbereich für einen gelblichen, dezent mit grauen Flecken gesprenkelten Asphaltbelag entschieden. Er sei benutzerfreundlich und pflegeleicht, weil ohne Fugen, erklärt Goldstein. Außerdem verbreite die warme Farbe eine heimelige Atmosphäre.

Als Kontrast dazu zieht sich ein Wasserlauf aus grauen Fürstensteiner Granitblöcken vom Rathaus bis zum Café Waldmann. Aus zwei Düsen sprudelt es leicht. Ansonsten wird der vierteilige „Brunnen“ weniger tief als der vorherige sein. Nur ein flacher, begehbarer Wasserfilm lädt Kinder künftig zum Pritscheln ein. Die Brunnenelemente sollen Anfang November geliefert werden. Die meisten Entwässerungsmulden aus grauem Stein sind bereits auf dem Platz eingebaut. Sie dienen dazu, Regenwasser aufzunehmen und abzuleiten. Die Mulden sind so dezent, dass man mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl leicht über sie hinweg fahren kann.

Fast fertig sind der Boden im Bereich Bushaltestelle „Rathaus“ sowie die Auf- und Abgänge zur Tiefgarage. Die Möbel für Geretsrieds gute Stube kommen laut Lukas Schrettenbrunner im Laufe des November. Dazu gehören die LED-Straßenlampen mit dem runden Schirm, die so konzipiert sind, dass sie den Anwohnern nicht in die Fenster leuchten. Massive Stühle, die man nach Belieben verstellen kann, sollen im Dezember eintreffen. „Wir wollen erst einmal schauen, wie sie sich bewähren, bevor wir mehr bestellen“, sagt Goldstein. Ebenso sind die schlichten Fahrradständer für den Dezember angekündigt.

Auf dem Plan, den die beiden Rathausangestellten mitgebracht haben, ist neben viel Gelb auch viel Grün zu sehen. Bäume wie Felsenbirnen oder Gleditsia werden vor dem Rathaus, vor dem „Subway“, vor dem BGZ-Gebäude und entlang der Tiefgaragen-Auf- und Abfahrten gepflanzt.

So lange ab November auch an der Egerlandstraße an der „Neuen Mitte“ gearbeitet wird, ist die Straße Karl-Lederer-Platz eine Sackgasse. Ansonsten gibt es nur noch vom Hermann-Löns-Weg aus eine Zufahrt. „Während der etwa zweijährigen Bauzeit wird der Bereich also ohnehin stark verkehrsberuhigt sein“, sagt Rainer Goldstein. Auch künftig solle der Fokus in der Neuen Mitte klar auf dem Fußgänger liegen. Die Verwaltung habe vom Stadtrat den Auftrag erhalten, in der Egerlandstraße die Einführung von Tempo 10 zu prüfen. Goldstein betrachtet das als richtigen Schritt: „Es geht uns ja um mehr Lebensqualität.“ Eine komplette Fußgängerzone halte er „noch nicht“ für praktikabel.

Tanja Lühr

Zuletzt ging es mit dem Bauhelm durch die Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz. Hier der Artikel.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

So lief „Wolfrathausen narrisch“ am Faschingssonntag
Die starken Böen waren eigentlich nicht die besten Voraussetzungen für eine Faschingsgaudi. Doch die Wolfratshauser Narren trotzten allen Widrigkeiten. 
So lief „Wolfrathausen narrisch“ am Faschingssonntag
Nach Skandal um kopfüber aufgehängtes Wahlplakat: Andere Parteien solidarisieren sich mit Cornelia Zechmeister
In Icking herrscht Fassungslosigkeit: Ein Plakat von Cornelia Zechmeister wurde beschmiert und kopfüber aufgehängt. Jetzt solidarisieren sich die anderen Parteien mit …
Nach Skandal um kopfüber aufgehängtes Wahlplakat: Andere Parteien solidarisieren sich mit Cornelia Zechmeister
Eglinger Kandidaten im Direktvergleich
Trotz unsinnigen Donnerstags fanden viele Eglinger den Weg zum Jägerwirt in Aufhofen, um die beiden Bewerber direkt vergleichen zu können. Der Besuch lohnte sich. 
Eglinger Kandidaten im Direktvergleich
Wegen Fasching: Großkontrolle auf der B11
150 Fahrzeuge hat die Polizei in der Nacht auf Samstag an der B11 kontrolliert. Nicht jeder Fahrer war nüchtern. 
Wegen Fasching: Großkontrolle auf der B11

Kommentare