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Alte und neue Gesichter im Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried: Geschäftsführer Rudi Mühlhans (vorne li.) und Vorsitzende Kerstin Halba (vorne re.) mit Christian Obermaier, Dominik Wolter, Franziska Walter und Patrick Schmook. Nicht im Bild sind Alexander Kapeindl, Jakob Arendt und Elsa Kodeda. Sie konnten wegen anderer Verpflichtungen nicht am Pressegespräch teilnehmen. Foto: Sabine Hermsdorf-Hiss

Umbruch

Trägerverein Geretsried: Diese Auswirkungen hat Corona auf die Jugendarbeit

Nach dem Corona-Lockdown läuft die Jugendarbeit des Trägervereins nur schleppend an. Sie steht aber nicht nur deswegen vor Herausforderungen.

Geretsried – Die Geretsrieder Jugendarbeit läuft – wie fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens – nach der corona-bedingten Zwangspause schleppend wieder an. Das berichteten der Geschäftsführer des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit (TVJA), Rudi Mühlhans, und die Vorsitzende Kerstin Halba am Dienstag in einem Pressegespräch.

Etwa 50 Prozent weniger Jugendliche als vor Ausbruch der Pandemie würden die beiden Jugendhäuser im Norden und im Süden der Stadt besuchen, sagte Mühlhans. 20 bis 30 seien es täglich im Saftladen, etwa 40 im Ein-Stein. Die mobile Jugendarbeit müsse nach dem Weggang von Streetworker Michael Mock nach sieben Jahren neu aufgebaut werden.

„Die letzten Monate waren auch für uns besonders“, erklärte Mühlhans. Mit Lisl Schmid hat sich die dienstälteste Mitarbeiterin aller Zeiten im TVJA in den Ruhestand verabschiedet. Neben Streetworker Mock wandte sich auch der bisherige Saftladen-Leiter Christian Lotz einer neuen Aufgabe zu. Der Verein stand somit vor der schwierigen Aufgabe, eine Reihe von neuen Mitarbeitern zu finden – was bis auf eine Stelle gelungen ist (siehe unten).Die Schließung der Jugendzentren nutzte man im Team, um „manche alte Zöpfe abzuschneiden“, so Mühlhans, und um umzustrukturieren. So seien der Band-Raum im Saftladen renoviert und das so gut wie nicht mehr genutzte Fotolabor aufgelöst worden.

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Zwei wesentliche Neuerungen betreffen den Einsatz des Personals. Er gestaltet sich künftig flexibler. Die Angestellten des Saftladens werden, sofern sie mehr als 20 Stunden pro Woche beim TVJA beschäftigt sind, auch im Ein-Stein aktiv sein. Die bislang für die mobile Jugendarbeit eingesetzten 24 Mitarbeiterstunden werden den beiden Jugendhäusern zugeordnet und unterteilen sich in Nord und Süd.

Zentral dabei ist, dass künftig zwei Mitarbeiter – Patrick Schmook im Norden und Christian Obermaier im Süden – auf den Straßen unterwegs sein werden. Sie werden sich untereinander austauschen, sodass sie sich, zum Beispiel wenn einer in Urlaub geht, jederzeit gegenseitig vertreten können. Bis die Geretsrieder Jugendlichen Vertrauen zu den beiden neuen Streetworkern gefasst haben, wird es erfahrungsgemäß eine Weile dauern. Und auch an den Personalwechsel in den Jugendtreffs wird sich mancher erst gewöhnen müssen.

Der „Turbo“ (Mühlhans) für den starken Besucherrückgang war allerdings Corona. Wie in der Gastronomie, in den Fitness-Studios und Vereinen würden nach der Wiedereröffnung nicht alle sofort und in Massen zurückkehren, sagt der Geschäftsführer. Angst vor einer Ansteckung spiele bei den jungen Menschen dabei aber weniger eine Rolle. „Vielen sind die Hygieneregeln, die bei uns wie in jeder öffentlichen Einrichtung gelten, lästig“, hat er festgestellt. Die Jugendlichen könnten sich im Freien oder privat ohne Mundschutz und Abstand treffen. Warum sollten sie da ins Jugendzentrum gehen? Das jüngere Klientel im Ein-Stein habe in der Regel weniger Probleme mit den Vorschriften.

Mühlhans wie auch das neue Team sind jedoch zuversichtlich, dass mit weiteren Lockerungen der Regeln und damit weiteren Angeboten wieder mehr Besucher in die beiden Jugendhäuser kommen werden. Auch wenn während des Lockdowns das Smartphone eine noch größere Bedeutung als ohnehin schon gehabt habe, sei der Kontakt „face to face“ doch nicht zu ersetzen – besonders in der Jugendarbeit.

Sieben neue Gesichter beim Trägerverein

Gleich sieben neue Gesichter gibt es beim Trägerverin Jugend- und Sozialarbeit (TVJA). Der Geschäftsführer Rudi Mühlhans und die Vorsitzende Kerstin Halba stellten sie am Dienstag im Jugendzentrum Saftladen vor. 

Patrick Schmook aus Geretsried, 23 und Student der Sozialen Arbeit in Benediktbeuern, hat 2019 bereits ein Praktikum beim Verein absolviert. Seit vergangenem September kümmert er sich um das Quartiersmanagement in Stein. Er wird ab September vorrangig als Streetworker unterwegs sein. 

Der Sozialpädagoge Christian Obermaier (44) aus Penzberg wird während der Elternzeit von Lilly Schöffmann das Ein-Stein leiten. Zusätzlich wird er zehn Stunden in der Woche als Streetworker im Süden Geretsrieds arbeiten. 

Franziska Walter (32) leistet 20 Wochenstunden im Saftladen. Sie hat Kultur- und Sozialwissenschaften studiert. Ihr liegen die Themen Flucht und Migration am Herzen. Alexander Kapeindl (24) aus Altötting wird im Saftladen unter anderem den Bereich Mitbestimmung betreuen. Er steht kurz vor dem Abschluss des Studiums der Sozialen Arbeit in Benediktbeuern. 

Dominik Wolter (23) aus Aschaffenburg ist staatlich geprüfter Kinderpfleger und absolviert noch bis Mitte August ein Praktikum im Saftladen. Wieder dabei im TVJA ist Jakob Arendt, der bereits seinen Freiwilligendienst hier geleistet hat. Er wird künftig als geringfügig Beschäftigter mitarbeiten. Arendt ist Mitglied des Geretsrieder Jugendrats. Elsa Kodeda schließlich wird künftig mit fünf Wochenstunden Projektarbeit in den beiden Jugendhäusern machen und mit zehn Stunden in der schulischen Ganztagsbetreuung arbeiten. Die gebürtige Russin ist Konzert- und Opernsängerin. Noch unbesetzt ist die Leitung des Saftladens nach dem Weggang von Christian Lotz. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich laut Mühlhans schwierig: „Bis jetzt gibt es null Bewerbungen.“

Tanja Lühr

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