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Die Bautafel steht. Losgehen kann es auf dem Lorenz-Areal aber noch nicht.

Fast 770 Wohnungen sind geplant

Ehemaliges Lorenz-Areal: Baubeginn verzögert sich

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Das Genehmigungsverfahren für das geplante Quartier auf dem ehemaligen Lorenz-Areal zieht sich. Der Bauherr rechnet nicht mehr mit einem Rohbaubeginn im Jahr 2020.

Geretsried – Die Bautafel kündigt es schon eine Weile an: Auf dem ehemaligen Lorenz-Areal soll „ein modernes Stadtquartier zum Wohlfühlen“ entstehen. Fast 770 Eigentums-, Miet- und Sozialwohnungen samt Kindertagesstätte, Boarding-House und Garage mit Teilunterkellerung sind geplant. Der Stadtrat hat das Projekt bereits im März abgesegnet. Gebaut werden kann allerdings immer noch nicht. Das Genehmigungsverfahren zieht sich.

„Leider liegt uns noch keine Baugenehmigung vor“, teilt Investor Korbinian Krämmel vom gleichnamigen Bauunternehmen mit. Diese kann das Landratsamt erst erteilen, wenn der für das Gebiet maßgebliche Bebauungsplan rechtskräftig ist. Die Stadt Geretsried prüft derzeit, ob der Bebauungsplan bekanntgemacht werden kann, erklärt Stadtbaurat Rainer Goldstein. Grund für die Verzögerung ist die Kreuzungsvereinbarung, die die Stadt Geretsried mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim abgeschlossen hat. Die Behörde hatte gefordert, den Verkehrsknoten an der Kreuzung Elbe-/Blumenstraße mit einer Ampelanlage zu lösen. Durch die unmittelbare Nähe zur Bundesstraße 11 mussten Details zu Kosten, Lasten und Pflichten vertraglich geregelt werden. „Aufgrund zahlreicher inhaltlicher Fragen und des notwendigen formellen Beschlusslaufes ist es erst Mitte des Jahres gelungen, die Kreuzungsvereinbarung abzuschließen“, berichtet Goldstein. In Sachen Signalisierung der Kreuzung soll es nun an diesem Dienstag vorwärtsgehen. Die Verwaltung stellt dem Bau- und Umweltausschuss verschiedene Varianten dazu vor.

Das andere Problem: Seit dem Satzungsbeschluss des Stadtrats ist so viel Zeit vergangen, dass sich die Frage stellt, ob der Bebauungsplan vor der Bekanntmachung der Rechtskraft noch einmal ausgelegt werden muss. Goldstein: „Das wird gerade rechtlich geprüft. Insofern kann ich dazu noch nichts sagen. Ich gehe aber nicht davon aus.“

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Bereits vor dem Satzungsbeschluss im März zeigte die Stadt, dass sie besonders bei diesem Projekt auf ein korrektes Verfahren bedacht ist. In einer vierstündigen Sitzung lasen Rathausmitarbeiter 98 Seiten Stellungnahmen und Abwägungen vor. Bekanntlich begrüßen nicht alle benachbarten Firmen die Pläne. Die Bauer Group hat angekündigt, juristisch gegen das Wohnbauprojekt vorzugehen. Sie befürchtet dadurch Einschränkungen für ihren Betrieb.

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Der Investor harrt derweil der Dinge. Ohne Baugenehmigung „können wir mit der Ausführungsplanung nicht beginnen“, so Krämmel. Daher rechnet er nicht mehr mit einem Rohbaustart im Jahr 2020, hofft aber auf baldige Umsetzung, „vor allem da die Zuspitzung des Wohnraummangels evident ist. Uns erreichen nahezu täglich Anfragen von Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, welche dringend Wohnraum suchen, diesen aber nicht finden.“ Indessen laufen vorbereitende Maßnahmen zwischen Banater- und Elbestraße, etwa das Abschieben des Baufeldes. Der Restabbruch des Gebäudebestandes auf dem ehemaligen Stempner-Grundstück soll im ersten Halbjahr 2020 erfolgen.

Bauausschuss

Unter anderem um die Signalisierung des Knotens Blumen-/Elbestraße geht es an diesem Dienstag, 13. November, im Bau- und Umweltausschuss. Die Sitzung im großen Sitzungssaal des Rathauses beginnt um 17 Uhr.

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