„Aus voller Überzeugung“: Landrat Josef Niedermaier (li.) schlug Erich Zengerle als neuen Kreisbrandrat vor – 48 von 51 Feuerwehrkommandanten gaben dem Eglinger am Freitagabend in einer außerordentlichen Dienstversammlung ihre Stimme.
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„Aus voller Überzeugung“: Landrat Josef Niedermaier (li.) schlug Erich Zengerle als neuen Kreisbrandrat vor – 48 von 51 Feuerwehrkommandanten gaben dem Eglinger am Freitagabend in einer außerordentlichen Dienstversammlung ihre Stimme. 

außerordentliche Dienstversammlung in Feuerwehrschule

Erich Zengerle ist neuer Kreisbrandrat

Nach dem Rücktritt von Alfred Schmeide hat der Landkreis einen neuen Kreisbrandrat. Die Kommandanten wählten den Eglinger Schreinermeister Erich Zengerle zum Nachfolger.

Bad Tölz-Wolfratshausen/Geretsried – Erich Zengerle ist neuer Kreisbrandrat (KBR) für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Der einzige Bewerber für das Amt erhielt am Freitagabend von den 51 anwesenden Kommandanten der freiwilligen Stadt- und Gemeindefeuerwehren 48 Stimmen.

Nach dem Rücktritt von Alfred Schmeide Ende April musste Landrat Josef Niedermaier eine außerordentliche Dienstversammlung einberufen. Sie fand in der Fahrzeughalle der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried statt. Niedermaier bat die Feuerwehrvertreter, „jetzt nach vorne zu schauen“ und die persönlichen Gründe Schmeides für dessen Rückzug als oberster Feuerwehrchef und Bindeglied zwischen den Wehren und dem Landratsamt nur knapp eineinhalb Jahre nach seiner Wahl zu respektieren – so wie es bisher geschehen sei.

Zengerle, bisher Kreisbrandinspektor Nord und Schmeides Stellvertreter, war seit zwei Monaten kommissarischer Kreisbrandrat. Nach Rücksprache mit der Inspektion, die ihn bei der Suche nach einem neuen KBR sehr unterstützt habe, wie er sagte, erklärte Niedermaier in der Versammlung: „Ich schlage Erich Zengerle aus voller Überzeugung vor“.

Der Eglinger ist 52 Jahre alt, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Bereits vor 31 Jahren gründete er seine eigene Schreinerei und führt den Beruf des Schreinermeisters bis heute aus. Seit 34 Jahren gehört Zengerle der Freiwilligen Feuerwehr Egling an, deren Kommandant er 18 Jahre lang war. Zudem war er zwölf Jahre lang Kreisbrandmeister für den KBM-Bereich 10.

Während seiner Vertretungszeit für Schmeide habe er „sehr viel Unterstützung von allen Seiten erfahren“, sagte er. Nach reiflicher Überlegung und aufgrund dieser positiven Erfahrung habe er sich dazu entschlossen, sich zur Wahl zu stellen. Den Posten kann Zengerle in Vollzeit ausüben. Sein Amtsantritt erfolgt am 1. August. „Ich werde es sicher nicht schaffen, alles perfekt zu machen. Aber ich will mein Bestes geben“, versprach der neue KBR. Das Wichtigste sei, über alles miteinander zu reden: „Dann lassen sich alle Probleme lösen.“

Nachfolger Erich Zengerles als Kreisbrandinspektor Nord wird Robert Schmid, bisher Kreisbrandmeister für den Bereich Dietramszell. Landrat Josef Niedermaier nutzte die außerordentliche Dienstversammlung am Freitagabend, um sich öffentlich bei allen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz während der Corona-Katastrophenlage zu bedanken. Dieses „Mini-Virus“ sei anders als Feuer oder Schnee „einfach nicht greifbar“, sagte er. Die Freiwilligen seien mit der völlig neuartigen Situation vorbildlich umgegangen. 

Tanja Lühr

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