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40 Jahre Zugehörigkeit zu Geretsried feierte Gelting vergangenes Jahr unter anderem mit einem Festzug.

Arbeitskreis macht erste Vorschläge

Jubiläumsjahr 2020: Was ist in Geretsried geplant?

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Der Stadt Geretsried steht ein Festjahr bevor. Die Ideensammlung fürs Jubiläum 2020 läuft. 

Geretsried – Die Vorbereitungen für das Festjahr 2020 laufen. Die größte Stadt im Landkreis feiert dann 70 Jahre Gemeindegründung und 50 Jahre Stadterhebung. Starten könnte das Jubiläumsjahr mit einem Silvesterfeuerwerk und ausklingen mit einem Christkindlmarkt, „der vielleicht ein bisschen länger geht“, sagte Nadine Wickert, die seit Dezember den Fachbereich Kultur und Archiv im Rathaus leitet.

Mitglieder der Stadtverwaltung haben einen Arbeitskreis (AK) 2020 gebildet, der sich mit der Ausrichtung der Festivitäten beschäftigt. Der Stadtratsausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport (Jusskus) soll als Festausschuss fungieren. Deswegen stellte Wickert die bisherigen Arbeitsergebnisse des AK 2020 in der Jusskus-Sitzung am Dienstagabend vor. „Das ist nur eine Auswahl verschiedener Themen“, betonte sie und bat die Stadträte, bis Ende April Vorschläge an sie zu richten.

Zwischen Feuerwerk und Christkindlmarkt ist ein Festakt zur Gemeindegründung vorgesehen, die auf den 1.April 1950 datiert. In die Zeit des Geretsrieder Waldsommers fällt der Tag der Stadterhebung (26. Juli 1970). Im Rahmen des Geretsrieder Kulturherbstes sollen laut Wickert unter anderem ein großes Chorkonzert und ein großes Tanzfest aller Geretsrieder Tanzgruppen stattfinden.

„Außerdem eröffnen nächstes Jahr das begehbare Depot, das neue Stadtarchiv, der Skulpturenpfad und das Hallenbad“, berichtete Wickert. Auch sollen zwei Filme vorgestellt werden. Wie berichtet arbeitet der Arbeitskreis Historisches Geretsried mit dem Fotoclub Geretsried an einer Dokumentation mit dem Arbeitstitel „7 mal Geretsried in 10 Jahren“, und Dr. Sybille Krafft, Journalistin aus Icking, hat einen Zuschuss für das Projekt „Geretsried – damals und heute. Von der Schwaige zur ländlichen Metropole“ beantragt. Darüber hinaus gelte es auch Vereine und Landsmannschaften zu berücksichtigen, denen ebenfalls 2020 ein Jubiläum ins Haus steht. „Alles, was sich vor 50 Jahren gegründet hat, wird auch feiern“, sagte die Fachbereichsleiterin.

Aktionen mit nachhaltigem Charakter schlug Wickert dem Ausschuss zusätzlich vor. „Geretsried könnte sich selbst was schenken.“ Etwa eine Neugestaltung der Unterführung zur Böhmwiese oder bienenfreundliche Streuwiesen. An einer Chronik arbeitet die Archivarin bereits. Es soll aber auch eine Festschrift geben, die alle Veranstaltungstermine beinhaltet und an alle Haushalte verteilt wird. „Das Thema könnte sein, Geretsried vor 50 Jahren mit dem Geretsried von 2020 zu vergleichen.“

Edith Peter (SPD) bat darum, den Besuch der Freunde aus der Partnerstadt Chamalières im Hinterkopf zu behalten, der nächstes Jahr wieder ansteht. Zu berücksichtigen sei auch die Kommunalwahl, ergänzte Bürgermeister Michael Müller (CSU). Sie ist am 15. März 2020. „Wir müssen schauen, dass wir die Festivitäten nicht mit der Wahl vermischen.“

Ein Jahr vor der Kommunalwahl: 17 von 30 Stadträten wollen wieder kandidieren

Kulturreferent Hans Ketelhut (CSU) sagte, man müsse unbedingt die Vereine, die Jubiläum feiern, einbinden. „Zum Beispiel an einem Tag der Vereine beim Waldsommer.“ Das würde die Anerkennung seitens der Stadt offiziell unterstreichen. Den Blick auf die Musikschule lenkte Vera Kraus (Freie Wähler): „Wir könnten die Idee, ein großes Konzert mit allen Geretsrieder Schulen zu veranstalten, wieder aufgreifen.“

Ewald Kailberth (CSU) brachte eine flüssige Sonderedition ins Spiel. In seiner Kindheit habe die Firma Hambach in Geretsried Limonade hergestellt. „Ich kann mich an das pappsüße Zeug erinnern.“ Das Rezept würde es noch geben.

sw

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