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Feinarbeit: Hans Depner streicht den Striezel mit Butter ein. 

Nach einem Rezept aus Siebenbürgen

Tradition zum Naschen: Ferienpasskinder backen Baumstriezel

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Das Rezept stammt aus Siebenbürgen, die Kinder aus Geretsried: Im Rahmen des Ferienpasses wurde kürzlich fleißig gebacken. Die traditionellen Baumstriezel kamen sehr gut an.

Geretsried – Das Rezept ist einfach: Mehl, Salz, Zucker, Butter, Hefe, Eier. „Ein klassischer Hefeteig also“, sagt Hans Depner. Im Rahmen des Ferienpasses backen er und einige freiwillige Helfer mit einem guten Dutzend Kindern Baumstriezel. „Eigentlich eher grillen“, erklärt er und deutet auf den Kohlegrill im Garten des Museums.

Ursprünglich kommt das Rezept aus Siebenbürgen. „Hefeteig geht immer. Egal, ob so oder in der Schüssel.“, sagt Depner und lacht. Der Schwund an frischem Teig bei den Vorbereitungen ist immens. Die Kinder greifen begeistert zu.

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Nebenbei wird aber auch emsig gearbeitet: Emmy Bartel rollt den Teig aus und schneidet ihn spiralförmig in Streifen, die anschließend um eine Edelstahlwalze gewickelt werden. Fasziniert schauen die Kinder zu. „Unser Vater kommt aus Siebenbürgen“, erzählen Paul (11) und Hanna (9). Beide haben bereits vergangenes Jahr bei der Ferienpassaktion mitgemacht. „Es macht Spaß – und schmeckt“, bestätigt auch Johanna (11) und schnappt sich ein fertiges Stück. Bartel ist inzwischen mit dem Umwickeln fertig. Depner und Jonas (7) übernehmen. Zuerst streichen sie warme Butter auf den Teig, anschließend rollen sie ihn in Zucker. „Also kaum Kalorien“, frotzelt Stadtrat Ewald Kailberth, der sich auch in diesem Jahr wieder als Helfer betätigt.

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Mittlerweile hat Depner die Rolle über dem Grill eingehängt. und es heißt drehen. Auch hier herrscht kein Mangel an Freiwilligen. Jeder will aus der Nähe sehen, wie der Zucker langsam karamellisiert und dem Gebäck eine appetitliche braun glänzende Farbe verleiht. „Sieht toll aus“, urteilt Janina und nimmt sich noch einen Schluck Traubensaft. Den haben die Kinder im Vorfeld gepresst. Die Achtjährige ist zum ersten Mal bei der Ferienpassaktion dabei. „Ich fand, dass die Beschreibung toll klang – da wollte ich wissen, wie man das macht.“ Das wollen auch noch andere Kinder. „26 stehen noch auf der Warteliste, die für heute keinen Platz mehr bekommen haben“, sagt Depner, der deshalb einen zweiten Termin machen will. „Wir sind schließlich flexibel.“    sh

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