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Die bunten Figuren auf ihrer Facebook-Seite sind Teil der Zeichentrickserie, an der (v. li.) Matthias Wallner, Albert Doluk und Christopher Breunig arbeiten. 

„Die Buxxanxxrs“ in Arbeit

Drei Freunde starten mit eigener Cartoon-Serie durch

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Eine eigene Welt erschaffen - das hat drei Freunde aus Geretsried und Weilheim gereizt. Sie arbeiten an einer eigenen Zeichentrickserie - und wollen groß rauskommen.

Geretsried – Matthias Wallner saß neben Christopher Breunig im Berufsschulunterricht. Es war ein bisschen langweilig, deswegen haben sie angefangen, etwas auf ein Blatt Papier zu kritzeln. „Jeder hat immer nur einen Strich gezeichnet“, erinnert sich Breunig. Zwei Jahre später hoffen sie mit diesen Zeichnungen groß rauszukommen. Matthias Wallner (23) aus Geretsried, Christopher Breunig (27) aus Altenstadt und Albert Doluk (20) aus Weilheim arbeiten seit einigen Monaten intensiv an einer Cartoon-Serie.

Die drei Klassenkameraden aus der Berufsschule verbindet die Begeisterung für Zeichentricksendungen. „Es gibt kaum eine, die ich nicht gesehen habe“, sagt Wallner. Von Looney Tunes über South Park bis hin zur Gummibärchenbande. Breunig steht eher auf japanische Mangas wie One Piece und Doluk schaut South Park und Family Guy. „Ich mag sehr gern Satire“, sagt der 20-Jährige.

All diese Cartoons inspirieren sie zu ihrer eigenen Geschichte, sagen die Drei. Aber auch Begebenheiten aus dem Alltag. „Wenn was passiert, wird es gleich aufgeschrieben und eingebaut“, sagt Wallner. Seit etwa einem dreiviertel Jahr sitzen sie fast täglich zusammen, wenn nicht telefonieren sie oder schicken sich Nachrichten. „Jede Sekunde, die geht, wird reininvestiert.“

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Ihre Serie „Die Buxxanxxrs“ handelt von einem Kapitän, der von seiner alten Crew herausgeworfen wird. Er trifft Ronny, der auf der Suche nach seiner Frau ist. Die beiden tun sich zusammen und stechen mit ein paar anderen in See. Nach einem Angriff landen sie auf einer Insel. „Wir haben eine eigene Welt kreiert“, erklärt Breunig. Sie bestehe aus Wasser und jedes Land habe eine eigene Insel.

Letzteres ist wichtig: In dem Cartoon dreht sich nämlich viel um die verschiedenen Dialekte und Klischees. „Wir wollen zeigen, wie cool Deutschland ist und dass Vorurteile Blödsinn sind“, erklärt Breunig, gebürtiger Saarländer, die Botschaft, die die Serie vermitteln soll. Für den roten Faden soll außerdem eine Liebesgeschichte sorgen.

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Dass die drei Freunde nun an einem eigenen Cartoon arbeiten, liegt mehr oder weniger an einem Geistesblitz. Die Berufsschule für Sozialpflege ist längst abgeschlossen und jeder hat einen anderen Weg eingeschlagen. Wallner arbeitet als Eismann, Breunig macht eine Ausbildung zum Zahntechniker und Doluk zum Erzieher.

Vor knapp einem Jahr zog der Geretsrieder die Zeichnungen wieder aus einem Ordner. „Die Figuren sind so cool, wir müssen etwas draus machen“, habe er deswegen zu Breunig gesagt. Die beiden riefen also Doluk an und fragten, ob er dabei ist. „Ich war etwas skeptisch und musste mich überreden lassen, aber dann haben wir uns alle reingehängt, und es hat gepasst“, sagt der 20-Jährige. Es sei toll, an einer eigenen Geschichte zu arbeiten. Für Wallner besteht der Reiz darin, eine eigene Welt zu erschaffen. „Dass der, der sie erschaffen hat, dort machen kann, was er will – da gibt es dann halt eine Ente ohne Hose, die sprechen kann.“

An langen Abenden überlegten sich die Freunde ein Konzept, entwickelten die Persönlichkeiten samt Geschichte und suchten über Facebook Hobby-Zeichner, die die Skizzen ausarbeiten. Inzwischen arbeiten Ferdinand Trübsbach (19) aus Pähl sowie Fränzi (22) aus Bad Tölz und Saya (20) aus Oberammergau, die beide ihren Nachnamen nicht in der Zeitung lesen wollen, in ihrer Freizeit mit an dem Cartoon. Zur Animation der Figuren haben die Zeichentrick-Fans das Münchner Studio „AnimationXYZ“ gewonnen.

Die erste Staffel ist geschrieben, aktuell entsteht aber erstmal nur das Intro. „Wir hoffen, einen coolen Sponsor zu finden, der das Potenzial erkennt“, sagt Breunig. Sie hätten 1000 Möglichkeiten eingebaut, wie die Geschichte unendlich weitergeführt werden könnte. Ob „Die Buxxanxxrs“ dann auf Youtube, Netflix oder gar im Fernsehen zu sehen sein werden? „Das lassen wir auf uns zukommen“, sagt der 27-Jährige. Und dann wird das Freundschaftsprojekt vielleicht irgendwann zum Beruf.

sw

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