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Die neue Führung der Freien Wähler: Vorsitzende Ann-Kathrin Güner mit ihrem Stellvertreter Dominik Irmer (li.) und Schatzmeister Hans-Joachim Osthues. Nicht auf dem Bild sind der zweite stellvertretende Vorsitzende Sven Schirmer und Schriftführerin Jennifer Kübler. 

Neuer Vorstand

Führungswechsel bei den Freien Wählern Geretsried

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Die Freien Wähler Geretsried haben einen neuen Vorstand. Ann-Kathrin Güner übernimmt den Vorsitz von Vera Kraus. Die Bürgermeister-Kandidaten-Frage ist allerdings weiter offen.

Geretsried – Mit einer neuen Führung zieht der aktuell 49 Mitglieder zählende Ortsverband der Freien Wähler in den Wahlkampf. Vorsitzende Vera Kraus räumte ihren Platz für die ehemalige Schriftführerin Ann-Kathrin Güner (32). Ihr zur Seite stehen als Stellvertreter Sven Schirmer und Dominik Irmer. Schriftführerin ist Jennifer Kübler und Schatzmeister Hans-Joachim Osthues.

Vor der per Akklamation durchgeführten Wahl im Gasthof Geiger hielt Stadtrat Lorenz Weidinger eine Laudatio auf Robert Lug. Wie berichtet, schied Lug im Frühjahr nach 29 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Stadtrat aus. Ausführlich listete Weidinger die Verdienste des ehemaligen Freie-Wähler-Fraktionssprechers auf und beendete jede Würdigung mit dem „Rolu, das war dein Handwerk, danke!“

Dem Geehrten waren die vielen Lobeshymnen fast peinlich. „Das ist jetzt die dritte Ehrung hintereinander, langsam wird’s mir unheimlich“, sagte Lug. Die feierliche Verabschiedung aus dem Stadtrat im Februar sowie die Sonderehrung während der Gartensoiree der Stadt im Mai verliefen ähnlich emotional.

„Jetzt wird’s leider etwas trockener“, sagte Vera Kraus und leitete zu ihrem letzten Bericht als Ortsvorsitzende über. Mit ihren Veranstaltungen und Diskussionsrunden trafen die Freien Wähler im vergangenen Jahr oft den Nerv der Bürger. Ob Verkehrsproblematik, Schaffung von Wohnraum, Rente oder Frauenwahlrecht; „Das Interesse war groß“, berichtete Kraus. Im Rahmen von Stadtspaziergängen konnte zudem die Situation vor Ort veranschaulicht werden.

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Kraus’ frisch gebackene Nachfolgerin Ann-Kathrin Güner verzichtete auf eine Antrittsrede. Das überließ die verheiratete Erzieherin, die sich unter anderem in der Landsmannschaft der Banater Schwaben und in der Kolpingfamilie engagiert, ihrem Stellvertreter Dominik Irmer. Dieser gab sich kämpferisch. Er kündigte an, dass die Freien Wähler künftig noch mehr junge Menschen zu politischem Engagement bewegen wollen. „Im Stadtrat muss ein Generationenwechsel stattfinden“, forderte er. Schon am 12. Juli wollen die Freien Wähler deshalb einen Gedankenaustausch mit den 18- bis 30-Jährigen organisieren. Darüber hinaus will Irmer jeden Monat alle Mitglieder mit einem „Newsletter“ zu allen Themen, die im Stadtrat und in den jeweiligen Ausschüssen angesprochen wurden, informieren.

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Dass es auch im Landkreis noch viel zu tun gibt, verdeutlichte Altbürgermeisterin und Kreisrätin Cornelia Irmer. Sie will sich vor allem für ein einheitliches Tarifsystem im öffentlichen Nahverkehr einsetzen, um noch mehr Menschen für den Umstieg auf den Bus zu begeistern. Robert Lug plädierte für den Neubau von Schulen, die die energetisch bedenklichen Gebäude aus den 1970er-Jahren ersetzen sollen.

Die Frage, ob sie bei der Bürgermeisterwahl im März 2020 einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken werden, ließen die Freien Wähler offen. 2014 hatte Robert Lug die Stichwahl gegen Michael Müller verloren. Der CSU-Amtsinhaber ist bislang der einzige Bewerber.

ph

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