Gänsehaut-Momente: Das P-Seminar Kammerchor des Gymnasiums begeisterte mit dem Musical „Creeps“.
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Gänsehaut-Momente: Das P-Seminar Kammerchor des Gymnasiums begeisterte mit dem Musical „Creeps“.

Mit Live-Schalte nach Übersee

Geretsrieder Gymnasiasten bringen eigenes Musical auf die Bühne

  • Andrea Weber
    VonAndrea Weber
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„Creeps“ heißt das neue Musical des Gymnasiums Geretsried. Das P-Seminar Kammerchor hat es alleine auf die Beine gestellt. So verlief die Uraufführung.

Geretsried – Von der Idee über die Finanzierung bis zur Umsetzung haben 17 Mitglieder des P-Seminars Kammerchor unter Leitung von Nadine Amberger ein szenisches Musical namens „Creeps“, zu Deutsch „Gänsehaut“, entworfen. Dieser Tag war Uraufführung in der Schulaula des Geretsrieder Gymnasiums. Das Besondere: Alle Darsteller hatten einen oder mehrere Solo-Gesangs-Einlagen einstudiert und meisterten diese vor den vollen Rängen hervorragend.

Noch ein besonderes Detail begeisterte die Zuschauer: Ein Schüler des Gymnasiums weilt derzeit in Kalifornien und studiert dort an der renommierten Berkeley-Universität. Es ist Viktor Vollmer aus Geretsried, Sohn von Titus und Paloma Vollmer, beide Musiker und Komponisten. Sein Beitrag – live gesungen und an der Gitarre begleitet – wurde per Videoeinspielung direkt ins Bühnengeschehen eingebaut. Dafür gab es tosenden Applaus vom Publikum nach Übersee.

Das von den Schülern selbst entworfene Musical „Creeps“ ist ein in drei Hauptszenen eingeteiltes Stück. Es geht um Bedürfnisse, Ängste, Liebe, Verzweiflung und Veränderung – alle Gefühlsschikanen, die das Leben einem jungen Menschen so spielt. Im Zentrum des Geschehens steht eine Gruppentherapie. Dort treffen sich die jungen Leute, die aus ihrem Gefühlskarussell nicht mehr herauskommen.

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Emma (Julia Bronold) zum Beispiel liebt ihren Freund. Doch die Beziehung steht vor dem Aus. Beide spielen in einer Band. Bei den Proben ist Emma unkonzentriert und macht Fehler. Die Bandkollegen werden zusehends aggressiv. Ihr Freund wendet sich ab. Alles scheint in die Brüche zu gehen. Die zweite Szene ist ein Märchen vom Königssohn und seiner Mutter. Er liebt ein Mädchen aus dem Volk. Doch die Königin erwartet, dass er sich eine standesgemäße Partnerin sucht, die die Hof-Etikette kennt. Schließlich geht es in der letzten Szene um Kriminalität, Verhandlung und Richterspruch.

In dem Musical werden nur kurze Dialoge geführt, dafür überwiegt die Musik, live gespielt und gesungen. Pop und Musicalsongs wechseln sich ab. Unter anderem das berühmte „Imagine“ von John Lennon und „Music“ von John Miles. Mit „Ein bisschen Frieden“ von Nicole wird die Kernaussage nochmal betont, um die es letztlich im Leben und im Musical des P-Seminars Kammerchor geht. ANDREA WEBER

Weitere Mitwirkende:

Therapeut: Maxi Nachtmann; Szene Bandprobe: Julia Bronold, Kai Doering, Daniel Scherer, Luisa Mückstein und Maxi Nachtmann; Szene Märchen: Anja Schermann, Marlene Gillmeyer, Clara Krüger, Chris Bernlochner, Barbara Greiter, Viktor Vollmer (Videoeinspielung); Szene Einbruch: Solveig Bruderhofer, Katharina Thomalla, Simon Hammerschmied, Celine Lacherdinger, Lukas Pusch, Nevra Tastekne

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