Zufriedene Gesichter in der Aula: Die Fachschaft Musik des Geretsrieder Gymnasiums gab ihr traditionelles Weihnachtskonzert. Foto: Sabine Hermsdorf-Hiss

Tradition der Fachschaft Musik

Sternenklang mit Chorgesang: Gymnasium Geretsried gibt Weihnachtskonzert

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Traditionell lädt die Fachschaft Musik des Gymnasiums Geretsried zum Weihnachtskonzert ein. The same procedure as every year - mit einer gelungenen Überraschung.

Geretsried – Winzige Laser-Lichtersternchen flackerten an der Deckenkonstruktion. Christbäume schmückten die Bühne. Lichterketten glitzerten an den Aula-Säulen. Es war die richtige Atmosphäre für den Nikolaustag. Alle Jahre wieder geben die Nachwuchsmusiker aus der Fachschaft Musik des Geretsrieder Gymnasiums ihr großes Weihnachtskonzert. Und wie immer sitzen über zwei Etagen Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder im Publikum, die aufgeregt auf den Auftritt ihres Nachwuchses wartend, den Finger am Auslöserknopf ihrer Handys bereit halten. Es ist „the same procedure as every year“.

Das JugendSymphonieOrchester eröffnete das diesjährige Weihnachtskonzert mit „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel. Es folgte die Bläserklasse 5. Die jungen Blechbläser unter Leitung von Alfred Menzinger präsentierten ihr erstes erlerntes Können bei „Nikolaus, Nikolaus“. Welch enormer Fortschritt innerhalb eines Jahres passiert, zeigten die Bläser der Klasse 6 im Anschluss.

Es gehört auch immer ein Solistenbeitrag dazu. Heuer offerierte Marco Filkovic das virtuose Violinenkonzert von Josef Haydn in Begleitung seines Lehrers Benedikt Jilek am Flügel. Am Ende des Stückes präsentierte der junge Geiger eine sogenannte Kadenz. Aus einzelnen Motiv- und Melodie-Elementen schrieb Marco Filkovic eine eigene Solokomposition und meisterte sie vor dem Publikum mit Bravour. Tosender Applaus.

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Aber nicht nur er bekam ihn. Alle Mitwirkenden auf der Bühne heimsten Beifallsstürme der Eltern ein – so gehört es sich auch. Denn viele Übungsstunden im Vorfeld gehören für so einen Auftritt dazu.

Nach der Pause war das diesjährige Konzerthighlight an der Reihe. Abendmoderator Jilek versprach einen sphärischen Klang mit Chorgesang bei dem Stück „Stars“ von Eriks Eenvalds, arrangiert von ihm selbst. Über einhundert Mitwirkende aus dem Großen Chor, dem Kammerchor und dem Jugendsymphonieorchester brachten sich auf der Bühne in Position. Allerdings hatten die Musiker ihre Instrumente gegen mit Wasser gefüllte Weingläser getauscht.

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Bernhard Jilek erklärte, wie aufwendig die Vorbereitung war. Mit akribischer Genauigkeit wurden die Gläser gefüllt, um jedem einzelnen eine exakte Tonlage zu geben. Das Ergebnis: Es hörte sich an, als würde ein Engelsgesang das Plenum erfüllen, ehe die Chorstimmen dazu einsetzten. Nach dem traditionellen Weihnachtslied „Es wird scho glei dumper“ von Solistin Julia Bronold am Flügel und dem Kammerchor endete das große Weihnachtskonzert wie immer mit rockigem Bigband-Sound. Wie gesagt: Es ist „the same procedure as every year.“  web

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