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Bis zu 17 Millionen Euro soll das interkommunale Hallenbad an der Adalbert-Stifter-Straße kosten. 

Bauen unter erschwerten Bedingungen

Hallenbad: Erneute Kostensteigerung bei Innenausstattung

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Die überhitzte Baukonjunktur macht den Bau des neuen Hallenbads zur Herausforderung. Die Einbaumöbel werden teurer als erwartet. Und für das geplante Parkdeck fand sich bislang noch gar keine Baufirma.

Geretsried – Das interkommunale Hallenbad an der Adalbert-Stifter-Straße nimmt Formen an. Von außen ist die Kubatur bereits erkennbar, im Inneren sind schon die Becken und auch die Blubberliegen angelegt. Für den Einbau von Trennwänden, Schränken und Einbaumöbel hat der Bau- und Umweltausschuss am Dienstag die Aufträge vergeben – nicht ohne Diskussion über die überhitzte Baukonjunktur.

Beim Gewerk Trennwände und Schränke kam die Stadt noch glimpflich davon. Bei drei eingegangenen Angeboten „fand ein Wettbewerb statt“, sagte Christian Müller vom Bauamt. Den Zuschlag erhielt die Firma Kemmlit-Bauelemente aus Dußlingen in Baden-Württemberg. Mit rund 145.000 Euro Angebotspreis machten sie mit Blick auf die Kostenberechnung nahezu eine Punktlandung.

Dagegen als „Zitronen“ bezeichnete Müller die Sachlage bei den Einbaumöbeln. Das günstigere von zwei Angeboten machte Hinmüller Objektausbau aus Mettenheim (Kreis Mühldorf am Inn). „Da hat die Konjunktur voll zugeschlagen“, so Müller. Die Kostenberechnung lag bei 45 500 Euro, der Angebotspreis war mit 75 580 Euro um sage und schreibe 66 Prozent teurer. Es sei eine Zeit, in der man eigentlich nicht bauen sollte.

Lesen Sie auch: Riesenbaustelle Hallenbad: Das erwartet die Badegäste zur Eröffnung 2020/21

Andreas Rottmüller (CSU), von Beruf Schreiner, versuchte, die Differenz mit gestiegenen Materialkosten zu erklären. Hans Hopfner (SPD) warnte davor, alles unter dem Deckmantel der Konjunktur zu verstecken. „Ich wüsste nicht, dass so viele Hallenbäder gebaut werden und damit so viele Einbaumöbel gebraucht werden“, sagte der Zweite Bürgermeister. Doch man könne sich die Diskussion sparen. „Hand hoch, aus die Maus.“ Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Insgesamt rechnete die Stadt zuletzt mit Kosten in Höhe von 16,5 bis 17 Millionen Euro für das interkommunale Hallenbad.

Keinerlei Angebot für das Parkdeck

Daneben soll ein Parkdeck mit 180 Plätzen entstehen, das neben den Badegästen auch dem Schulzentrum, der Stadtbücherei und dem Jugendzentrum zur Verfügung stehen soll. Ein Generalunternehmen, die das geschätzt 3,6 Millionen Euro teure Projekt umsetzt, hat die Stadt bei der europaweiten öffentlichen Ausschreibung allerdings nicht gefunden.

Müller hofft, eine Baufirma zu finden, wenn die möglicherweise zu knapp angesetzte Bauzeit verlängert wird. Das Parkdeck wäre dann im Mai statt im März 2020 fertig. Die Ausschreibung wurde daher aufgehoben und wird beschränkt wiederholt.  sw

Keinerlei Angebot für das Parkdeck

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