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Ein Sternenhimmel könnte über dem Karl-Lederer-Platz entstehen.

„Neue Mitte“

Karl-Lederer-Platz wird umgestaltet: Details sind noch offen

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Der Karl-Lederer-Platz wird wieder hergerichtet und umgestaltet. Einige Detailfragen hat der Stadtrat nun vertagt - er will eine Kostenübersicht sehen.

Geretsried – Die Oberflächengestaltung des Karl-Lederer-Platzes begleitet den Geretsrieder Stadtrat bereits durch viele Sitzungen. Am Dienstag stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. „Es geht um unsere gute Stube. Das ist es wert, gründlich über das Thema zu sprechen“, bemerkte Stadtbaurat Rainer Goldstein zu Beginn der Sitzung. Was er da noch nicht wusste: In einer Sondersitzung am Dienstag, 12. März, wird sich das Gremium nochmals mit dem Karl-Lederer-Platz befassen.

Aktuell ist die Fläche, auf der die Tiefgarage sowie die beiden Wohn- und Geschäftsgebäude PulsG und Centrum 20 gebaut werden, aufgerissen. Noch heuer soll der Platz aber wiederhergestellt werden. Die Umgestaltung plant Architekt Klaus Kehrbaum. Dessen Entwurf für einen Platz mit Aufenthaltsqualität sowie der Möglichkeit für Veranstaltungen und Märkte hat der Stadtrat bereits Ende Januar gebilligt. Im Haushalt sind dafür 3,5 Millionen Euro eingeplant.

Offen blieben allerdings Detailfragen, die eigentlich nun am Dienstag entschieden werden sollten. Walter Büttner (SPD) fehlte dazu jedoch eine ordentliche Aufstellung der Gesamtkosten. Auch Dr. Detlev Ringer (Grüne) wünschte sich, dass erarbeitet wird, was sein muss und was „nice to have“, also ganz schön wäre. Und „was muss jetzt gebaut werden, was wir später nicht mehr ändern können“, ergänzte Lorenz Weidinger (FW).

Lesen Sie auch: Geretsried – die Großbaustelle: Ein Überblick

Dass der Boden aus eingefärbtem Bitumen bestehen wird, steht fest. Auch darin, dass es Grün am Karl-Lederer-Platz geben soll, ist sich der Stadtrat einig. Eine Landschaftsgärtnerin hat Bäume wie Hainbuche, gewöhnliche Kiefer, Birkenpappel und Feldahorn vorgeschlagen. Wie groß die Pflanzen sein sollen, wenn sie gepflanzt werden, ist eine preisliche Frage. „Mit den Bäumen kostet die Möblierung zwischen 400 000 und 700 000 Euro“, rechnete Kehrbaum vor.

Daran gedacht ist außerdem, den Aufzug zur Tiefgarage als Mediensäule zu gestalten. Dazu könnte die Stadt laut Kehrbaum zwei Medienscreens mit Informationen bespielen und die Säule mit LED-Technik verkleiden. Ergänzend dazu schlägt Kehrbaum eine künstlerische Gestaltung des Aufzugbereichs vor. Er könnte auch mit LED versehen werden. „Das ist natürlich ein gewisser Luxus.“ Möglich wäre zudem eine einfache oder eine aufwendigere Gestaltung der Treppen und Geländer.

Gewisse Probleme bereitet die Beleuchtung des Platzes. Statt gewöhnlicher Straßenlaternen, die bei Veranstaltungen im Weg umgehen könnten, favorisiert der Rat LED-Lampen, die sich wie ein Sternenhimmel an Stahlseilen über den Platz verteilen. Die Stahlseile könnten mit Dübeln an den benachbarten Häusern befestigt werden, was die Eigentümergemeinschaften und für das Rathaus das Landesamt für Denkmalpflege jedoch abgelehnt haben. Dadurch werden Masten auf öffentlichem Grund am Rand des Karl-Lederer-Platzes nötig. Kehrbaum: „Es gibt eine einfache Variante für 3500 Euro und eine elegante für 8000 Euro.“

Volker Witte (Grüne) lobte die Seilüberspannung als „optimal“ und die Mediensäule als „interessant und zukunftsweisend. Wir sollten nicht überall den Rotstift anlegen“, sagte der Stadtrat. sw

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