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Viel Holz soll im Bürger- und Jugendhaus in Stein verbaut werden. 

Stadtrat für Kostendeckelung

Bürger- und Jugendhaus in Stein: Kostenschätzung liegt bei 6,9 Millionen Euro

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
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Die Kostenschätzung für das Bürger- und Jugendhaus in Stein liegt vor. Sie liegt bei 6,9 Millionen Euro. Der Stadtrat sprach sich für eine Kostendeckelung aus.

Geretsried – Das Bürger- und Jugendhaus in Stein wird voraussichtlich mehr als doppelt so teuer wie vom Stadtrat bislang angenommen. Im Investitionsplan vor zwei Jahren hatte das Gremium 3,25 Millionen Euro für den Neubau angesetzt. In der Sitzung am Dienstag mussten die Stadträte nun kräftig schlucken. Michael Beck vom Büro Nova-Architekten in München legte den Vorentwurf samt Kostenschätzung vor – und nannte die stolze Summe von 6,9 Millionen Euro.

Beck plant ein modernes Gebäude, das überwiegend aus Holz gebaut werden soll. In L-Form ist in einem Teil ein Treffpunkt für Bürger samt Veranstaltungssaal untergebracht, im anderen Teil können Jugendliche zusammenkommen. Beide Teile sollen getrennt voneinander funktionieren, aber auch zusammen genutzt werden können. Ein entsprechendes Nutzungskonzept hat das Architekturbüro mit dem Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit erarbeitet (wir berichteten). Er leistet das Quartiersmanagement in den Sanierungsgebieten, die im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ aufgewertet werden. Teil davon ist das Bürger- und Jugendhaus in Stein.

Der Entwurf des Münchner Architekten ging in einem Planungswettbewerb als Sieger hervor. Die nun höheren Kosten für das Gebäude erklärte Beck mit der Indexsteigerung. Auch das Raumprogramm, das erweitert wurde, damit beispielsweise auch ein professioneller Caterer in der Küche arbeiten kann, sowie das Thema Nachhaltigkeit in der Planung hätten ihren Preis. Bei den Kosten pro Quadratmeter liege man aber im „mittleren Standard“, so Beck. „Da sind wir ganz gut dabei.“

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Gerhard Meinl (CSU) sprach vom „Kobra-Effekt“, den staatliche Förderung oft mit sich bringe. „Ja, wir nehmen dieses Raumkonzept zustimmend zur Kenntnis“, sagte der Dritte Bürgermeister. „Aber wir sind nicht bereit, mehr als 7 Millionen Euro auszugeben, denn wir sind anders gestartet.“ Dr. Detlev Ringer (Grüne) und Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste) sprachen sich ebenfalls für eine Deckelung aus. Sabine Lorenz (CSU) wurde noch deutlicher. Ihr gefalle der Entwurf recht gut, und der Stadtrat habe den Bürgern einen Neubau versprochen, der auch bald errichtet werden solle. „Aber Sie müssen bei der Planung auch schauen, dass sie Steuergelder, das Geld der Bürger, sinnvoll ausgeben“, sagte sie an die Adresse des Architekten.

Der Stadtrat beschloss den Vorentwurf samt Raumprogramm einstimmig. Im nächsten Schritt, voraussichtlich Ende des Jahres, will Beck die Entwurfsplanung samt Kostenberechnung vorlegen. Der Architekt rechnet mit einem Baubeginn im September 2021 und einer Bauzeit von eineinhalb Jahren.

sw

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