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Viele Kicker, wenig Platz: Mit der Zukunft des Fußballs in Geretsried befasst sich künftig ein Arbeitskreis.

Viele Kicker, wenig Platz

Arbeitskreis „Zukunft Fußballplätze“ soll gefühlte Gerechtigkeit herstellen

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Ein neu gegründeter Arbeitskreis „Zukunft Fußballplätze“ soll sich mit der Zukunft des Fußballs in Geretsried befassen. Der hat viele Probleme.

Geretsried – Viele Kicker, wenig Platz: Mit der Zukunft des Fußballs in Geretsried befasst sich künftig ein Arbeitskreis. Bestehen wird er aus zehn Stadtratsmitgliedern, Vertretern aller sechs Geretsrieder Fußballvereine und -abteilungen sowie der Verwaltung. Die Idee stammt wie berichtet von Sportreferent Wolfgang Werner (SPD), dessen Antrag die Interessensgemeinschaft Geretsrieder Fußballclubs unterstützte.

„Es geht darum, unsere Freizeitflächen fit für die 2020er Jahre zu machen“, erklärte Werner in der Stadtratssitzung diese Woche. Der Arbeitskreis „Zukunft Fußballplätze“ solle eine Bestandsaufnahme der Fußball-, Bolz- und Soccer-Five-Plätze vornehmen und weitere Schritte prüfen. „Mit den Arbeitskreisen Hallenbad und Eisstadion haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, argumentierte er. Die Ergebnisse würden derzeit mit dem Neubau des Hallenbads an der Adalbert-Stifter-Straße und der Einhausung des Eisstadions an der Jahnstraße sichtbar.

Im Ballsport bestehe ebenfalls Verbesserungsbedarf. „Die Fußballplätze sind an ihrer Kapazitätsgrenze“, sagte Werner. Der ASC Geretsried absolviert seine Heimspiele wie berichtet in Ascholding. Es gehe laut Werner nicht darum, jedem Verein einen eigenen Platz zu bauen. „Ich sehe den Arbeitskreis als Chance, die historisch gewachsene Asymmetrie auszugleichen und eine gefühlte Gerechtigkeit herzustellen.“ Zumal mit der Bebauung der Böhmwiese zwei Fußballplätze wegfallen werden. Angesichts des prognostizierten Bevölkerungswachstums würde auch die Zahl der aktiven Kicker steigen. Aktuell sind es 745.

CSU-Bürgermeister Michael Müller befürwortete die Gründung eines Arbeitskreises, stellte aber klar, dass damit keine Erwartungshaltung bei den Vereinen geweckt werden dürfe. „In den nächsten zwei Jahren wird nichts passieren“, stellte er klar. Das Gelände des Isarau-Stadions – der Zustand der Umkleiden wird vielfach kritisiert – könne erst überplant werden, wenn das neue Hallenbad fertig ist. Zudem suche die Stadt noch einen Standort für eine dritte Grundschule. Zudem forderte Müller den Stadtrat auf, so konsequent zu sein und der Verwaltung die entsprechenden personellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. „Die sind am Anschlag“, mahnte der Rathauschef.

Der Vorschlag von Ewald Kailberth (CSU), den Arbeitskreis auf den Gesamtsport auszuweiten („Es gibt auch andere Sportarten, die Raum brauchen“), fand keine Zustimmung. Dominik Irmer (Freie Wähler) fürchtete, dass dies thematisch ausufert. „Dann hätten wir wieder ein Wünsch-dir-was.“ Das Thema Fußballplätze sei kompliziert genug, fand auch Walter Büttner (SPD). Gegen die Gründung des Arbeitskreises „Zukunft Fußballplätze“ stimmten am Ende nur Dr. Detlev Ringer (Grüne) und Erwin Knöbl (CSU).  

sw

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