Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Hier geht’s runter: Auf Höhe des Fasanenwegs entstehen an der Egerlandstraße die Zufahrt in die Tiefgarage und ein kleiner Kreisverkehr.
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Hier geht’s runter: Auf Höhe des Fasanenwegs entstehen an der Eg erlandstraße die Zufahrt in die Tiefgarage und ein kleiner Kreisverkehr. 

„Neue Mitte“

Pläne für Egerlandstraße: Kissen aus Gras und ein Kreisverkehr

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
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Wie wird die Egerlandstraße künftig aussehen? Architekt Klaus Kehrbaum stellt dem Stadtrat seine Pläne vor.

Geretsried– Die Zentrumsgestaltung am Karl-Lederer-Platz liegt in den letzten Zügen. Der Bodenbelag wurde aufgebracht, zwischen den Bauzäunen ist immer mehr das Ergebnis zu sehen. Davon ist die Egerlandstraße noch weit entfernt. Auch sie zählt zur „Neuen Mitte“. Wenn die Baugenossenschaft und die Sparkasse dort ihre Neubauten abgeschlossen haben, sollen Karl-Lederer-Platz und Egerlandstraße „eine Einheit bilden“, sagte Architekt Klaus Kehrbaum jüngst in der Stadtratssitzung.

Dort stellten er und Verkehrsplaner Dr. Benedikt Bracher vom Büro Schlothauer und Wauer die Entwurfsplanung vor. In Stein gemeißelt sind die Details noch nicht, der Stadtrat legte aber die Position des Brunnens fest, der die Egerlandstraße künftig schmücken soll. Er soll in die Sichtachse des Karl-Lederer-Platzes vor das BGZ2-Gebäude kommen. Die Fahrbahn wird verschwenkt, sodass ein größerer Platz entsteht.

Kehrbaum schlug vor, den Bodenbelag an der Egerlandstraße wie den am Karl-Lederer-Platz zu gestalten. Der Bitumen, der aussieht wie Terrazzo-Boden, sei preislich interessant, und man sehe nicht jeden Kaugummifleck. Bereits jetzt hätte Geretsried die größte Fläche dieser Bodenart in Deutschland, später wäre es die größte Europas.

„Die Wünsche der Bürger waren Verkehrsberuhigung, hohe Aufenthaltsqualität, Wasser und Grün“, erinnerte Kehrbaum an den Workshop, den die Stadt zur Oberflächengestaltung im neuen Zentrum durchgeführt hatte. Diese Punkte habe man bereits im ersten Bauabschnitt, dem Karl-Lederer-Platz, berücksichtigt. Als Fortsetzung des dortigen Wasserfilms soll der Brunnen an der Egerlandstraße dienen. Aufgrund der Nähe zur Straße wird er schmückenden Charakter haben. „Das Thema Spielen ist eher am Karl-Lederer-Platz.“

Was das Grün betrifft, will Kehrbaum an der Egerlandstraße mit besonderen Sitzgelegenheiten rechts und links vom Brunnen arbeiten. Es sollen quasi überdimensionierte Kissen aus Gras entstehen. „In die Wiesen kann man auch Bäume einpflanzen“, so der Architekt. Dr. Elmar Immertreu von der Geretsrieder Liste war das zu wenig Grün, sein Fraktionskollege Patrik Kohlert wünscht sich den Brunnen größer. Karin Schmid von der CSU lobte die Pläne. „Wir haben uns wirklich Mühe gegeben, den Wünschen der Bürger nachzukommen.“

Auf Höhe des Isar-Kaufhauses endet der neue Abschnitt der Egerlandstraße mit der Tiefgaragenzufahrt und einem Kreisverkehr. In dem knappen Abstand zwischen beiden Verkehrspunkten sah Ewald Kailberth (CSU) einen Gefahrenpunkt. „Was kann man ändern, um ihn zu entschärfen?“, fragte er. Der Kreisverkehr an der Kreuzung zum Fasanenweg sei aufgrund der Tiefgaragenzufahrt nötig, erklärte Ingenieur Bracher. Am Ende der Rampe könne sich ein Auto aufstellen, um den Verkehr im Kreisverkehr zu beobachten. „Es ist keine Gefahr zu sehen“, versicherte er.

Man könne aber etwas Platz schaffen, indem man die Bushaltestelle aus dem Fasanenweg an die Egerlandstraße verlegt und den Fasanenweg zur Einbahnstraße macht. „Gefühlsmäßig würde ich den Verkehr stadtauswärts fahren lassen“, so Bracher. Das gelte es zu prüfen. Untersucht hat sein Büro verschiedene Varianten von Kreisverkehren. „Alle sind hervorragend leistungsfähig.“

sw

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