LKA und Kripo ermitteln

Bedrohungslage samt Feuer in Geretsried: Polizist schießt auf Täter -  akute Gefahr für Bewohner

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    Patrick Staar
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Anwohner hören Schüsse in der Nacht in Geretsried. Tatsächlich gab es einen großen Polizeieinsatz. Offenbar mit Schusswaffengebrauch. 

  • Mehrere Schüsse sind laut Anwohnern in der Nacht in Geretsried in der Sudetenstraße gefallen. Danach brach ein Feuer aus.
  • Das LKA bestätigt unserer Redaktion, dass ein Beamter geschossen hat. Eine Person wurde dabei verletzt.
  • Anwohner werden aus dem Schlaf geschreckt. Sie sehen überall Blaulicht.
  • Der Großeinsatz fand von 1 Uhr bis etwa 2.50 Uhr in der Nacht auf Montag (6. Januar) statt. 
  • Wir berichten laufend unsere Rechercheergebnisse im Newsblog.

+++ Aktualisieren +++

16.50 Uhr: Mittlerweile liegen unserer Redaktion weitere Details zur Bedrohungslage in Geretsried in der Nacht auf Montag vor: Gerüchten zufolge sollen sich Nachbarn über die zu laute Musik des randalierenden 23-Jährigen beschwert haben. Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, wollte dies jedoch nicht bestätigen: „Das höre ich zum ersten Mal.“ Tatsache sei aber, dass der Mann sich in einer „psychischen Ausnahmesituation“ befunden habe. Ob Alkohol, Drogen oder Medikamente dabei eine Rolle gespielt haben, sei noch unklar.

Beim Eintreffen der Streifenbeamten sei der Mann alleine in der Wohnung gewesen und habe sich gegenüber den eingesetzten Beamten „äußerst unkooperativ“ verhalten. Im weiteren Verlauf ist laut Polizeibericht ein Feuer ausgebrochen, das höchstwahrscheinlich vom Randalierer selbst gelegt wurde. Nun wurde die Situation dramatisch: Binnen kürzester Zeit zogen Rauchschwaden durch den Hausgang. Sieben Menschen in dem Stockwerk darüber konnten ihre Wohnungen nicht mehr verlassen und waren eingeschlossen.

Damit die Löscharbeiten möglichst schnell beginnen konnten, beschlossen die Beamten den Einsatz einer Schusswaffe. Wie viele Schüsse abgegeben wurde, konnte Huber nicht sagen. Bestätigen konnte der Polizeisprecher nur, dass den 23-Jährigen mindestens eine Kugel am Bein getroffen hat. Die Verletzung ist laut Huber „nicht allzu schwerwiegend“.

Die Bewohner des Mehrfamilienhauses kamen nicht zu Schaden. Da ihre Wohnungen momentan nicht bewohnbar sind, müssen sie vorerst in Notunterkünften leben. Die Untersuchungen zum Schusswaffengebrauch übernahm noch vor Ort das Landeskriminalamt unter Leitung der Staatsanwaltschaft München II. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der besonders schweren Brandstiftung führt die Weilheimer Kriminalpolizei.

Bedrohungslage und Feuer: Beamter gibt Schüsse auf Täter ab - Bewohner waren in akuter Gefahr

13.50 Uhr: Laut Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, hat die Polizei den 23-jährigen Geretsrieder mit einem Schuss ins Bein gestoppt. Auch Erik Machowski, Erster Kommandant der Geretsrieder Feuerwehr, schildert auf Nachfrage Details zum Einsatz: „Wenn es einen Schusswechsel gibt, bleiben wir weg. Das ist nicht unser Metier.“ So musste die Feuerwehr zunächst tatenlos zusehen, wie die Rauchschwaden durchs Treppenhaus zogen, bis die Polizei den Täter stellte. Dann sei aber alles sehr schnell und routinemäßig abgelaufen.

11.50 Uhr: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nennt Details zum Einsatz, bei dem von einem Beamten Schüsse auf einen 23-jährigen Geretsrieder abgegeben wurden. Demnach ging gegen 22 Uhr ein Notruf in der Einsatzzentrale ein. Ein 23-Jähriger randaliere mit einem Messer bewaffnet in einer Wohnung in der Sudetenstraße in Geretsried.

Notruf geht bei Polizei ein - Plötzlich bricht Feuer in der Wohnung in Geretsried  aus

Als die ersten Streifenbesatzungen eintrafen, war der 23-Jährige allein in besagter Wohnung. Er verhielt sich laut Polizei „äußerst unkooperativ“. Plötzlich brach in der Wohnung ein Feuer aus, mutmaßlich gelegt von dem 23-Jährigen.

Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Geretsried - Die Bilder

Brand bedroht alle Bewohner - Polizei muss schnell reagieren

Das brachte die Polizei in Zugzwang. Die Wohnung in einem unteren Geschoss des großen Mietshaus stand schnell in Flammen. Eine erhebliche Gefahr bestand für alle Bewohner des Mietshauses. Die Feuerwehr brauchte schnell Zutritt zur Wohnung, um zu löschen.

Karte

Beamten betreten brennende Wohnung - es kommt zum Schuss

Die Beamten betraten die Wohnung. Hier kam es zum Schuss oder zu den Schüssen auf den 23-Jährigen durch einen Beamten. Der 23-Jährige konnte dann aus der Wohnung gebracht werden. Er wurde sofort medizinisch versorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Er erlitt laut Polizei mittelschwere Verletzungen durch die Schussverletzung.

Feuerwehr rückt zum Großeinsatz in Geretsried an - Haus muss evakuiert werden

Die Bewohner des Hauses konnten daraufhin evakuiert werden, die Feuerwehr konnte mit den Löscharbeiten beginnen. Die Wohnung stand da bereits im Vollbrand. 

Auch wenn die Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle brachte, ist durch das Feuer das ganze Haus aktuell unbewohnbar. Die Bewohner wurden in Notunterkünfte untergebracht.

Großeinsatz in Geretsried: LKA ermittelt wegen Schusswaffengebrauch - Kripo wegen Brandstiftung

Wie geht es nun weiter? Wie immer, wenn ein Polizist Gebrauch von seiner Schusswaffe macht, ruft das das LKA auf den Plan. Das Landeskriminalamt ermittelt nun, was genau vorgefallen ist, wie viele Schüsse abgegeben wurden und so weiter.

Parallel dazu ermittelt die Kripo Weilheim wegen Verdachts auf besonders schwere Brandstiftung.

11.33 Uhr: In Kürze gibt es neue Details von der Polizei.

10.01 Uhr: Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kann auf Nachfrage weitere Details zu dem Einsatz in der Nacht in Geretsried mit Schusswaffengebrauch nennen.

Demnach kam es zu einer Bedrohungslage in der Sudetenstraße in Geretsried. Details dazu werden im Laufe des Tages nachgereicht.

Der 23-jährige Täter jedenfalls ist demnach auch für das Feuer in dem Mietshaus verantwortlich, das zu dem großen Feuerwehreinsatz geführt hat. 

Von dem 23-jährigen Geretsrieder ging eine akute Bedrohung aus. Um ihn zu stoppen, gab ein Beamter Schüsse auf den 23-Jährigen ab. Er wurde verletzt. Allerdings nicht lebensbedrohlich. Der Geretsrieder befindet sich aktuell in ärztlicher Behandlung und in Polizeigewahrsam.

9.24 Uhr: Nach Informationen unserer Redaktion hat es zusätzlich zu unten genanntem Polizeieinsatz gebrannt. Deshalb auch der Großeinsatz der Feuerwehr. Das Erdgeschoss eines größeren Wohnhauses stand zum Teil in Flammen.

Die Feuerwehr löschte mit einem Großaufgebot. Hier einige Bilder vom Einsatz:

Erstmeldung, 6. Januar, 8.31 Uhr: Geretsried - Vieles ist noch unklar nach einem großen Polizeieinsatz in Geretsried in der Nacht auf Montag. Anwohner melden sich bei unserer Redaktion. Sie haben Schüsse gehört. Außerdem weitere laute Knallgeräusche wie von Explosionen.

Und tatsächlich bestätigt die Polizei einen größeren Einsatz. Viel mehr ist bei verschiedenen Pressestellen noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Ein Anwohner in der Sudetenstraße hat uns dieses Bild zugeschickt. 

Schüsse in Geretsried: Polizei bestätigt großen Einsatz - LKA ermittelt

Außer: Es hat einen Schusswaffengebrauch gegeben. Ein Sprecher des Landeskriminalamts bestätigt Ermittlungen nach einem Schusswaffengebrauch eines Beamten. Eine Person wurde dabei auch verletzt.

Auch Feuerwehr und Rettungsdienst soll laut Anwohnern mit einem großen Aufgebot vor Ort gewesen sein. 

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Im bayerische Emmering hat am Mittwochabend ein bislang unbekannter Täter einen Rewe - Supermarkt mit einer Schusswaffe überfallen. Die Kripo sucht jetzt nach Zeugen.

Alle News und Geschichten aus Geretsried und Umgebung lesen Sie immer aktuell und nur bei uns. Im Februar 2020 fallen Schüsse in Berlin. Bei einer Auseinandersetzung im Tempodrom stirbt ein Mensch. Weitere werden verletzt.

kmm

Rubriklistenbild: © Sabine Hermsdorf-Hiss

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