Wetter in Bayern: „Katwarn“-Alarm - DWD warnt vor Extremwetterlage - München trifft es besonders schlimm

Wetter in Bayern: „Katwarn“-Alarm - DWD warnt vor Extremwetterlage - München trifft es besonders schlimm
+
Wieder ein Dach über dem Kopf sollen Eissportler in Geretsried bekommen. 

Kostensteigerung von 6,4 auf 7,6 Millionen

Sanierung des Eisstadions wird deutlich teurer - daher kommt die Kostensteigerung

  • schließen

Seit Montag ist das Heinz-Schneider-Eisstadion wegen anstehender Bauarbeiten geschlossen. Jetzt steht fest: Geretsried muss für die Sanierung deutlich mehr zahlen als ursprünglich geplant. 

Geretsried – Die gute Nachricht für Wintersportler: Das Heinz-Schneider-Eisstadion wird saniert und überdacht. Für die Stadt bringt das aber auch eine schlechte Nachricht mit sich. Sie muss über eine Million Euro mehr ausgeben als bisher angenommen. Aktuell geht Daniel Hock vom Münchner Büro Kiessler Architekten von Kosten in Höhe von 7,6 Millionen Euro für das Projekt aus, wie er am Dienstag in einer Sondersitzung des Geretsrieder Stadtrats berichtete. Zuletzt war von 6,4 Millionen Euro die Rede gewesen.

Hinter der Kostensteigerung stecken im Wesentlichen die Rohbauarbeiten. Deren Vergabe machte der Verwaltung Probleme, berichtete Stadtarchitekt Christian Müller. In der ersten Vergaberunde im Dezember waren keine Angebote eingegangen. Die beiden, die in der Verlängerung abgegeben wurden, lagen über 90 Prozent über der Kostenberechnung. Der Stadtrat hob die Ausschreibung auf.

Auch interessant: Neue Mitte, Hallenbad und Eisstadion: Große Tagesordnung für Stadtratssitzung

In der freihändigen Vergabe beauftragte das Gremium die Firma Krämmel aus Wolfratshausen. Ihr Angebot lag mit rund 981 000 Euro zwar auch noch 65 Prozent über der Kostenberechnung. Jedoch habe die Firma „letztlich auch viel Entgegenkommen gezeigt“, berichtete Müller. Darüber hinaus vergab der Stadtrat die Arbeiten für den Abbruch an die Firma Rizgar in München (184 000 Euro), für die neue Dachkonstruktion an die Wiesner-Hager Baugruppe in Österreich (1 760 000 Euro) und den Einbau der Lüftungsanlage an die Firma Prüfling aus Ottobrunn (792 000 Euro).

Wieder ein Dach über dem Kopf sollen Eissportler in Geretsried bekommen. 

Dagegen stimmten die drei Mitglieder der Grünen-Fraktion. Ein Eisstadion sei in Zeiten des Klimawandels nicht sinnvoll, erklärte Sprecher Volker Witte, der außerdem die erst kürzlich bekannt gewordene Rodung von Bäumen für den Bau der Fundamente kritisierte. Auch Vera Kraus (Freie Wähler) schloss sich der Mehrheit nicht an.

Auch spannend: Ein Sieg zum Ende der Freiluft-Ära

Das Gros betonte, wie wichtig es sei, das Eisstadion in Teilen zu erneuern und eine Halle über der bestehenden Arena zu errichten, damit die Eissportler nicht mehr unter freiem Himmel spielen müssen. „Nach 13 Jahren ist das völlig richtig“, sagte Wolfgang Werner (SPD). Wolfgang Möckel (CSU) bezeichnete den Eissport als Aushängeschild der Sportstadt.

Wieder ein Dach über dem Kopf sollen Eissportler in Geretsried bekommen. 

Bürgermeister Michael Müller (CSU) erinnerte in der Debatte an die Tatsache, dass die Baupreissteigerung derzeit alle Projekte und Kommunen gleichermaßen treffe. Lorenz Weidinger (FW) warnte seine Kollegen vor, dass das Projekt am Ende über acht Millionen Euro kosten könne und es möglicherweise schwer werden könnte, die Arbeiten für Heizung und Sanitär zu vergeben, was die Einhaltung des Bauzeitenplans behindern würde.

Lesen Sie auch: 

Geretsrieder Eisstadion muss früher geschlossen werden

Der Faktor Zeit spielt eine große Rolle. Wie berichtet sollen die River Rats zum Start der neuen Saison im Oktober im umgebauten Stadion spielen können. Das letzte Heimspiel fand vergangenen Sonntag statt, damit ehrenamtliche Helfer das Stadion ausräumen können. Am 1. März sollen die Abbrucharbeiten beginnen. Aus diesem Grund sei die Vergabe der Gewerke Abbruch, Rohbau und Dachkonstruktion wichtig gewesen, betonte Daniel Hock. „Wir können den Plan nur einhalten, wenn sich die drei jetzt an einen Tisch setzten und wir es sofort angehen“, so der Diplom-Ingenieur.

Angesichts der Baumängel, die festgestellt worden waren, als das alte Dach im Jahr 2006 wegen Einsturzgefahr abgebrochen werden musste, mahnte Heidi Dodenhöft (FW) trotz des straffen Zeitplans zur Sorgfalt. „Ich bitte darum, sich jetzt nicht vom Zeitplan hetzen zu lassen, sondern des g’scheit zu machen.“

sw

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

120 Jahre FC Bayern: Vier Fans aus dem Landkreis erklären, was sie an ihrem Klub lieben
Seit 120 Jahre gibt es den FC Bayern. Rund 360 000 Anhänger haben sich weltweit in knapp 4500 Fanklubs zusammengeschlossen. Für manche Fans geht die Liebe zu ihrem Klub …
120 Jahre FC Bayern: Vier Fans aus dem Landkreis erklären, was sie an ihrem Klub lieben
Stadt Wolfratshausen will künftig fair und ökologisch einkaufen
Ob Berufsbekleidung oder Büromaterial: Möglichst nachhaltig will die Stadt Wolfratshausen künftig ihre Verbrauchsmaterialien beschaffen. 
Stadt Wolfratshausen will künftig fair und ökologisch einkaufen
Ein fester Springer fürs Rathaus: Geretsried verstärkt Personal
Die Stadtverwaltung bekommt mehr Personal. Die Wirtschaftsförderung wird aufgestockt, auch in anderen Bereichen ist das Rathaus auf Mitarbeitersuche.
Ein fester Springer fürs Rathaus: Geretsried verstärkt Personal
Spielplatz-Schläger entgeht dem Knast
Er hatte einen 17-Jährigen geschlagen. 32-jähriger, vorbestrafter Lagerist kommt mit einer  Bewährungsstrafe davon.
Spielplatz-Schläger entgeht dem Knast

Kommentare