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Vorher: Statt drei Geschosse wird das Sparkassengebäude an der Egerlandstraße künftig sieben beziehungsweise fünf Geschosse hoch sein. 

„Neue Mitte“

Neubau an der Egerlandstraße: Sparkasse auf der Zielgeraden

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Die Sparkasse will ihr Gebäude an der Egerlandstraße abreißen und neubauen. Aktuell liegt der Bebauungsplan aus. Der Abbruch soll nächstes Jahr beginnen.

Geretsried – Die Sparkasse ist einen Schritt weiter gekommen, was ihre Neubaupläne an der Egerlandstraße betrifft. Die Abstimmungen mit der Stadt und dem Gestaltungsbeirat waren erfolgreich. Derzeit liegt der vorhabenbezogene Bebauungsplan im Rathaus aus. „Wir hoffen, dass wir auf den letzten Metern alles gut hinbekommen“, sagt Vorstandsmitglied Christian Spindler.

Wie berichtet will die Sparkasse sich der Zentrumsgestaltung anschließen und ihr dortiges Wohn- und Geschäftshaus abreißen. An dessen Stelle soll ein abgestuftes Gebäude mit Tiefgarage entstehen. An der Ecke sind sieben Vollgeschosse geplant, in Richtung Isarkaufhaus wird das Haus fünf Stockwerke hoch. Der noch stehende Bau aus den 1960er Jahren hat drei Geschosse. Zum Karl-Lederer-Platz hin sind Arkaden geplant – wie gegenüber beim BGZ-Gebäude, allerdings über zwei Geschosse und ohne Stützen.

Nachher:Die Fenster- und Fassadengestaltung der Visualisierung (rechts) kann sich noch ändern.

Architekt und Städteplaner Klaus Kehrbaum, der die Zentrumsgestaltung begleitet, sei vor zwei Jahren auf die Sparkasse zugekommen und habe dafür geworben, sich an der Entwicklung zu beteiligen, erinnert sich Spindler. „Die Möglichkeit, jetzt relativ einfach an die Tiefgarage anbinden zu können, hat uns immer weiter zum Nachdenken gebracht“, so das Vorstandsmitglied.

Vorgesehen ist, die Baustelleneinrichtung gemeinschaftlich mit der Baugenossenschaft zu organisieren. Diese bereitet sich derzeit auf den Abbruch der Häuserzeile 58 bis 74 vor. Bis Ende 2022 entsteht dort ebenfalls ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Dementsprechend ist der Zeitplan der Sparkasse eng getaktet. „Es wäre schön gewesen, wenn wir zwei Jahre früher mit der Planung begonnen hätten“, gesteht Spindler. Wenn alles klappt, soll der Abriss im April beginnen, damit im Juni die Arbeiten für den Tiefbau und im September für den Rohbau aufgenommen werden können. „Wir rechnen Ende 2021 mit der Fertigstellung.“

Die Mieter des Bestandsgebäudes sind laut Spindler bereits ausgezogen. Die Geschäftsstelle der Sparkasse soll ab Januar übergangsweise im „Puls G“ am Karl-Lederer-Platz zu finden sein. Der einzige Gewerbemieter, Juwelier Varga, wird an einen anderen Standort umziehen. „Wir sind in Verhandlungen“, sagt Inhaber Gunter Horn.

Im Erdgeschoss des Neubaus soll es wieder eine Ladenfläche in vergleichbarer Größe geben. Ansonsten ist dort und im ersten Stock die Geschäftsstelle vorgesehen. Im übrigen Gebäude entstehen nach jetzigem Stand 27 Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, laut Spindler auf Normalpreisniveau. In der Tiefgarage entstehen 21 Stellplätze, noch mal so viele will die Sparkasse dort ablösen.

Bei der Planung arbeitet die Sparkasse mit dem Büro HP-Ingenieure in Münsing zusammen. Man kennt sich bereits von gemeinsamen Projekten, unter anderem dem Neubau an der Sauerlacher Straße in Wolfratshausen und dem Umbau an der Händelstraße in Geretsried. Spindler: „Wir haben einen ganz guten Draht.“

Die Eckbetonung durch ein abgestuftes Gebäude und Arkaden zum Karl-Lederer-Platz hin entsprechen der Empfehlung des Gestaltungsbeirats. Das Gremium bestehend aus unabhängigen Architekten hat der Stadtrat temporär eingesetzt, um geplante Bauvorhaben in der „Neuen Mitte“ hinsichtlich ihrer städtebaulichen, architektonischen und gestalterischen Qualität zu bewerten.

Info

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan kann im Rathaus an der Schautafel vor Zimmer 18 oder im Internet unter www.geretsried.de eingesehen werden. Bis einschließlich 25. November können Stellungnahmen vorgebracht werden.

sw

Lesen Sie auch zum Thema „Neue Mitte“: Geretsried verändert sich: Architekt und Stadtplaner Klaus Kehrbaum im Interview

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