Wegen Kindesmissbrauchs verurteilte das Landgericht einen 44-Jährigen.
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Wegen Kindesmissbrauchs verurteilte das Landgericht einen 44-Jährigen. (Symbolfoto)

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Stieftochter sexuell missbraucht: Viereinhalb Jahre Gefängnis

  • Angela Walser
    vonAngela Walser
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Das Landgericht München II hat einen 44-Jährigen wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung eines siebenjährigen Mädchens aus Geretsried zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. 

Geretsried/München Das Landgericht München II hat einen 44-Jährigen aus dem südlichen Landkreis wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung eines Kindes zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. 

Dem Mann wurde zur Last gelegt, in Geretsried die siebenjährige Tochter seiner Frau zwischen 2010 und 2012 fünfmal sexuell missbraucht zu haben. Vor Gericht hatte er die Vorwürfe der Anklage bestritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Über ein Online-Spiel hatte der Angeklagte seine spätere Frau kennengelernt. Dabei schlüpften die Teilnehmer in die Rollen von Kämpfern, die gemeinsam Aufgaben zu lösen hatten. Mittlerweile gibt es das Spiel nicht mehr. 

Seinerzeit hatte auch der Ex-Mann der Frau mitgespielt. 2006 besuchte der 44-Jährige seine „Kämpferin“. Sie ließ sich von ihrem ersten Mann scheiden. Nach der Heirat 2010 übernahm der Angeklagte die Rolle des Hausmanns, um seiner Frau eine Position als Filialleiterin zu überlassen. Er kümmerte sich um das Mädchen und den kleinen Buben. Sie sagten auf eigenen Wunsch Papa zu ihm.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bestritt der Angeklagte vehement. „Ich habe nix gemacht“, sagte der 44-Jährige. Dem Mädchen soll er gedroht haben, dass sie Ärger bekomme, falls sie etwas über die mutmaßlichen Praktiken erzählen würde. Im Jahr 2012 flog der Mann aus der gemeinsamen Wohnung und lebte im Anschluss zwei Jahre in einer Tölzer Obdachlosenunterkunft.  wal

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