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Anerkennung: Ex-Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber (r.) lobte die Politik des Geretsrieder Bürgermeisters Michael Müller (vorne Mitte). 

„Geretsried ist eine besondere Stadt“

Ex-Ministerpräsident Stoiber lobt Politik von Bürgermeister Müller

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Honig und Wurstzangen gab es beim Neujahrsempfang der Geretsrieder CSU. Garniert mit viel Zuspruch für Bürgermeister Michael Müller.

Geretsried – Obwohl er seit vielen Jahrzehnten in Wolfratshausen lebt, gehört Edmund Stoiber bis heute dem Geretsrieder CSU-Ortsverband an. Für die Teilnahme an den Stammtischen im Gasthof Geiger fehlte dem immer noch viel beschäftigten ehemaligen Ministerpräsidenten in den vergangenen Jahren meist die Zeit. Zum Besuch des Neujahrsempfangs seiner Parteifreunde am Sonntag ließ er sich jedoch vom Dritten Bürgermeister Gerhard Meinl überreden.

Bevor der 78-Jährige das Wort ergriff, warben Landratskandidat Anton Demmel und Bürgermeister Michael Müller um die Stimmen der rund 80 Gäste. „Nur was man anpackt, bekommt man in den Griff“, zitierte Demmel den Schriftsteller Rupert Schützbach. Sein Wahlkampfmotto „Pack ma’s“ ließ er zusammen mit seinem Konterfei auf hölzerne Wurstzangen gravieren, die auf den Tischen auslagen. Danach plädierte der noch amtierende Königsdorfer Bürgermeister für eine entscheidungsfreudige Politik, die sich nicht von den zehn Prozent Verhinderern, die es seiner Ansicht nach bei nahezu jedem Projekt gebe, entmutigen lässt. „Man macht sich nicht nur Freude, wenn man Ergebnisse liefert, aber nichts tun ist noch viel schlimmer“, befand Demmel. Er empfahl einen nachhaltigen Umgang mit den Finanzen, die auch für den Klimaschutz nicht vollständig geopfert werden sollten: „Eine neue Buslinie darf nicht auf Kredit fahren.“

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Auf die Stadtentwicklung in Geretsried ging Bürgermeister Michael Müller ein. Neben den aus dem CSU-Wahlprogramm bekannten Zielen „Schaffung von bezahlbaren Wohnraum“, „Geretsried soll die Stadt im Grünen bleiben“ und „Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen“ sprach der Rathauschef auch die Digitalisierung an. „Ich will ein virtuelles Rathaus“, erklärte Müller. Durch den Ausbau der IT sollen den Bürgern zeitaufwendige Behördengänge erspart werden. „Der direkte Kontakt zu den Mitarbeitern der Stadtverwaltung soll aber natürlich weiterhin erhalten bleiben.“

In seinem knapp 45-minütigen Monolog nahm Müller auch zur Zentrumsentwicklung Stellung und verteidigte die Ansiedlung eines weiteren Discounters in der Neuen Mitte. „Wir müssen Frequenz schaffen, von der auch kleine Geschäfte profitieren“, sagte Müller. Edmund Stoiber, der einst an der Egerlandstraße 102 wohnte, gefielen diese Zielsetzungen. „Geretsried ist eine besondere Stadt, die sich unglaublich weiterentwickelt hat“, lobte er. Die Leistung der Heimatvertriebenen, die aus den Trümmern zweier Munitionsfabriken ein florierendes Gemeinwesen aufgebaut hätten, verdiene auch heute noch Anerkennung.

Am Ende des von der Gartenberger Bunkerblasmusik begleiteten Neujahrsempfangs ließ auch Müller Geschenke verteilen: ein Gläschen Honig mit der Aufschrift „Müller macht’s“. „Den wollen wir den Wählern aber nicht ums Maul schmieren“, versicherte CSU-Ortschef Ewald Kailberth lachend.

ph

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