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Stadtrat Rottmüller weist Kritik von Vereinschef Thane zurück

Tiny-House-Projekt abgekartete Sache?: Vorwurf ist „Unverschämtheit“

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
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Die Absage an ein Tiny-House-Dorf in der Geltinger Ziegele kritisierte Vereinschef Thorsten Thane als „abgekartete“ Sache. Dazu nahm Stadtrat Andreas Rottmüller nun Stellung.

Geretsried – „Es ist eine Unverschämtheit, den EPA-Mitgliedern eine abgekartete Sache vorzuwerfen.“ Mit diesen Worten wies CSU-Stadtrat Andreas Rottmüller in der Sitzung am Dienstag die Kritik von Thorsten Thane zurück. Der Vorsitzende des Vereins „Einfach gemeinsam leben“ hatte gegenüber unserer Zeitung Kritik an der jüngsten Entscheidung des Entwicklungs- und Planungsausschusses (EPA) geübt.

 Der Verein wollte wie berichtet in der Geltinger Ziegelei sieben Tiny-Houses, also Kleinsthäuser auf Rädern, ansiedeln. Der EPA erteilte dem Projekt eine Absage, weil die Ziegelei im Außenbereich liegt und eine Bauleitplanung an dieser Stelle den Zielvorgaben des Landesentwicklungsprogramms Bayerns widerspreche. Thane, der die Sitzung als Zuhörer verfolgt hatte, empfand die Vorgehensweise als „abgekartete Sache“: „Es ging nicht darum zu diskutieren, sondern die Sache schnell abzuhandeln.“

Rottmüller betonte nun in der Stadtratssitzung, dass der EPA nach dem Gesetz entschieden hätte – und nicht zugunsten Einzelner. „Das wäre nämlich eine abgekartete Sache gewesen“, so der Stadtrat. Dem stimmte CSU-Bürgermeister Michael Müller zu. Der Verein habe über die baurechtliche Lage an der Ziegelei Bescheid gewusst. „Etwas unglücklich war nur, dass sich der Bauminister am Vorabend geäußert hat, ohne den Sachhintergrund zu kennen“, so Müller. Dr. Hans Reichhart hatte in der BR-Sendung „Jetzt red i“ erklärt, dass Tiny-Houses auf einem erschlossenen Grundstück im Außenbereich durch eine Bauleitplanung möglich wären.

Der Rathauschef nahm Thorsten Thane ein Stück weit in Schutz. Im Eifer des Gefechts sage man schnell mal etwas, da habe sicher auch die Enttäuschung eine Rolle gespielt. „Die Tiny-Houses wurden ja nicht direkt abgelehnt, nur dort geht es halt nicht“, sagte Müller und bot ein Gespräch zur Suche nach geeigneten Grundstücken an. „Wir versuchen, gemeinsam mit den Betroffenen eine Lösung zu finden.“  sw

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