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Ein Dauerthema ist der Radwegübergang an der Staatsstraße 2369, Höhe Breslauer Weg. Eine Unterführung würde 1,2 Millionen Euro kosten. 

Mitglieder glauben an die S7-Verlängerung

Geretsrieder SPD: Stammtischbesucher diskutieren neuralgische Punkte

Verkehr ist ein großes Thema in Geretsried. Das zeigte sich einmal mehr beim Stammtisch der SPD. Die Besucher diskutierten über  S-Bahn, Straßen, Parkplätze und Radwege.

Geretsried Gibt man bei einem Stammtisch kein Thema vor, sondern lässt der Diskussion freien Lauf, dreht sich meist schnell alles um den Verkehr. Eineinhalb Stunden lang befassten sich der Ortsvorsitzende Martin Bruckner sowie elf Parteimitglieder und Besucher am Sonntag beim SPD-Stadtgespräch im Gasthaus Isarwinkel mit der S-Bahn, den Straßen und Radwegen sowie der Parkplatzsituation in Geretsried.

Der pessimistischen Aussage von Ex-Stadtrat Herbert Mieseler, die S7-Verlängerung bis Geretsried werde niemals kommen, widersprachen die Genossen vehement. Kreisrat Reiner Berchtold sagte, immerhin finanziere der Bund das Projekt zu 60 Prozent, die Städte Wolfratshausen und Geretsried sowie der Landkreis beteiligten sich ebenfalls an den Kosten. „Da gibt es kein Zurück mehr“, sagte Berchtold, höchstens weitere Verzögerungen aufgrund des Umweltschutzes und der zu erwartenden Einsprüche von Betroffenen. Die Stadträte Hans Hopfner und Wolfgang Werner verwiesen auf das Planfeststellungsverfahren, das demnächst anlaufen solle. „Geretsried wächst so stark, dass an einer S-Bahnanbindung und der Verlegung der Bundesstraße 11 kein Weg vorbeiführt“, sagte Werner.

Zuvor jedoch entsteht die sogenannte Neue Mitte. Wolfgang Kohler beklagte, dass schon jetzt die Straßen mit den Vogelnamen völlig zugeparkt seien von Angestellten, die in den Geschäften oder Banken im Zentrum arbeiteten. Rettungsfahrzeuge würden nicht mehr durchkommen. Der Anwohner fordert eine Lösung des Problems, das sich noch verschärfen werde, wenn die Egerlandstraße ab Ende dieses Jahres aufgrund des Tiefgaragenbaus und des Neubaus eines Wohn- und Geschäftshauses durch die Baugenossenschaft teilweise gesperrt sein werde.

Zweiter Bürgermeister Hans Hopfner nahm den Hinweis auf. Er berichtete außerdem, der Stadtrat werde wohl Ende März über eine Vergrößerung der Tiefgarage auf Kosten der Stadt beraten. Günstig wäre es, ergänzte Reiner Berchtold, wenn die Sparkasse, die ihre Filiale neu bauen wolle, ebenfalls einen Tiefgaragen-Zugang schaffen würde.

An eine „radikale Lösung“ denkt Berchtold, von Beruf Polizist, für die Elbestraße. Sobald das neue Wohngebiet mit rund 700 Wohnungen an der Banater Straße fertig sei, werde dort Chaos herrschen, glaubt er. Berchtold würde die Elbestraße nur für Anwohner freigeben und den restlichen Verkehr über die Bayerwaldstraße und Böhmerwaldstraße/Blumenstraße Richtung B11 umleiten.

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Hans Hopfner fordert mittelfristig eine Radwegunterführung an der Blumenstraße. Nach den Plänen für eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer unter der Staatsstraße 2369 zwischen Zehnerhütten- und Breslauer Weg erkundigte sich SPD-Mitglied Robert Sixt. Hopfner erklärte, die Unterführung würde rund 1,2 Millionen Euro kosten, weil es Probleme mit dem Grundwasser gebe. Das Staatliche Bauamt Weilheim sehe zudem keinen Handlungsbedarf. „Aus unserer Sicht wäre eine Lösung aber sehr wohl notwendig. Möglicherweise könnte man eine günstige Wellblechröhre bauen“, sagte Hopfner.

SPD-Kreisschef Wolfgang Werner verriet in diesem Zusammenhang, dass der Stadtrat im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans daran denke, den Breslauer Weg an die Staatsstraße anzubinden und dort eine Ampel einzurichten.

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