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Wer will nochmal? Eine Wasserstandsmeldung ein Jahr vor der Kommunalwahl. 

Wasserstandsmeldung aus der größten Stadt des Landkreises

Ein Jahr vor der Kommunalwahl: 17 von 30 Stadträten wollen wieder kandidieren

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Am 15. März 2020 wird in Geretsried ein neue Stadtrat gewählt. Ein Jahr vor der Kommunalwahl hat unsere Zeitung nachgefragt, wer nochmal kandidieren will.

Geretsried – Langsam zieht der Wahlkampf auf. In einem Jahr, am 15. März 2020, werden die Bürger um ihre Kreuzchen gebeten. Die Parteien und politischen Gruppierungen bereiten sich allmählich auf die Kommunalwahlen vor. Michael Müller, seit 2014 Bürgermeister von Geretsried, wurde bereits von der CSU als Kandidat nominiert. Für die amtierenden Stadträte stellt sich in den kommenden Wochen und Monaten die Frage, ob sie für eine weitere Amtsperiode von sechs Jahren zur Verfügung stehen.

Für den Zweiten Bürgermeiser Hans Hopfner (SPD) und den Dritten Bürgermeister Gerhard Meinl (CSU) ist das keine Frage. Sie kandidieren wieder – vorausgesetzt ihre Parteien nominieren sie. So verhält es sich auch bei ihren Stadtratskollegen Volker Reeh, Dr. Sabine Gus-Mayer, Ewald Kailberth, Wolfgang Möckel (alle CSU), Kerstin Halba, Arthur Wolfseher, Wolfgang Werner, Sabine Peter (SPD) und Sonja Frank (Freie Wähler). „Es ist viel zu spannend, um nicht mehr mitzuarbeiten“, sagt letztere auf Nachfrage unserer Zeitung.

2014 kamen Sabine Lorenz, Erwin Knöbl, Christos Saridis und Andreas Rottmüller ( alle CSU) und Heidi Dodenhöft (FW) als Neulinge in den Stadtrat. Sie alle wollen, Stand jetzt, weitermachen. „Es dauert etwas, bis man sich eingearbeitet hat“, sagt Rottmüller. In der zweiten Amtsperiode wisse man gleich, wie die Sache läuft. Vera Kraus (FW), die ebenfalls zum ersten Mal im Stadtrat sitzt, hat ebenfalls „grundsätzlich schon Lust und Interesse nochmal zu kandidieren“, sagt sie. Ihre finale Entscheidung möchte sie aber erst treffen, wenn sie sich mit ihren Kollegen in Fraktion und Vorstand beraten hat.

Franz Wirtensohn, oft als heimlicher Bürgermeister von Gelting bezeichnet, will den Geretsrieder Ortsteil weiterhin vertreten – auch wenn das bislang anders klang. „Eigentlich habe ich gesagt, dass ich aufgrund meiner Schicksalsschläge nicht mehr kandidiere“, erklärt der CSU-Stadtrat. Doch Bürger und Parteikollegen hätten ihn überzeugt, sich nochmal einen Ruck zu geben. Nach Rücksprache mit seiner Familie hat er es sich überlegt und sagt: „Ich glaube, dass ich mich doch nochmal als Stadtrat zur Verfügung stellen würde. Gelting und Geretsried liegen mir am Herzen.“

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Bleiben würde auch gerne Karin Schmid (CSU). „Im Moment ist es wahnsinnig interessant“, sagt sie angesichts der laufenden Großprojekte. Aus gesundheitlichen Gründen will sie aber noch ein paar Wochen mit ihrer endgültigen Entscheidung warten. Auch Parteikollege Hans Ketelhut und Lorenz Weidinger (FW) wollen sich noch nicht festlegen. Dominik Irmer (FW) überlegt aktuell aus beruflichen Gründen, ob eine erneute Kandidatur für ihn infrage kommt.

FDP-Ortsvorsitzender Günther Fuhrmann will für seine Partei bis zur Wahl tun was notwendig ist, sagt er. Ob er selbst auf der Liste stehen wird, weiß er nicht. Mit 74 Jahren „gestehe ich mir eine längere Überlegungszeit zu“. Das Alter spielt auch bei Gerda Bretz (CSU) und Walter Büttner (SPD) eine Rolle. Der 73-Jährige sitzt (mit Unterbrechung) seit 1972 im Stadtrat. „Die Periode geht dann bis ich 80 bin. Das macht keinen Sinn mehr“, stellt Büttner klar. Bretz (76) ist fast 30 Jahre dabei. „Es war schön und hat mir gefallen, aber jetzt sollen die Jungen ran“, sagt sie.

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Als Sonderfall lässt sich wohl Heiko Hawla (FW) bezeichnen. Der 50-Jährige gehört dem Stadtrat erst seit Februar an. Wie berichtet hatte Robert Lug sein Mandat aus persönlichen Gründen niedergelegt, Hawla rückte nach. Ob er nach dann einem Jahr Stadtrat weitermachen will, überlegt er sich. „Ich schau’ es mir noch ein bisschen an“, kündigt Hawla an. Sein Fraktionskollege Manfred Freiseisen war für eine Stellungnahme zum Stichtag leider nicht zu erreichen.

Die Grünen befinden sich noch in der „parteiinternen Findungsphase“, teilt Volker Witte im Namen seiner Fraktion mit. Daher habe man sich darauf geeinigt, dass sich er und seine Kollegen Beate Paulerberg und Dr. Detlev Ringer persönlich noch nicht öffentlich über eine erneute Kandidatur äußern.

sw

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