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Überraschung geglückt: Zum ersten „Geretsrieder Original“ wird am Samstagabend Anna Schmid gekürt. 

1. Geretsrieder Original gekürt

Ein abwechslungsreiches Programm bot die Gartenberger Bunkerblasmusik als Veranstalterin der beiden Starkbierfest-Abende in diesem Jahr wieder - mit einer Überraschung. Fastenprediger Ludwig Schmid alias Bruder Barnabas kürte das 1. Geretsrieder Original.

Geretsried –  Schon fast zur Tradition gehört es, dass Wolfratshausens Zweiter Bürgermeister Fritz Schnaller vor der Fastenpredigt ein paar Gstanzl sang. Eine Kostprobe: „Am Karl-Lederer-Platz soll hoch gebaut werden. Ansage an die Gegner: Spart euch eure Müh’. Der Müller Michi ist ein Spielbankprofi und sagt ganz einfach: „Rien ne va plus.“ Für seine nette Art, die Nachbarn auf die Schippe zu nehmen, erntete Schnaller viel Applaus.

Gut geschätzt: Bürgermeister Michael Müller (Mitte) beweist beim „Pfundsageln“ das beste Augenmaß.

In die Fastenpredigt hatte Ludwig Schmid heuer eine Neuerung eingebaut. Er ehrte ein „Geretsrieder Original“. Schmid erzählte, er habe in München mehrere Paulaner-Werbeplakate mit der Aufschrift „Münchner Original“ gesehen und sich davon inspirieren lassen. Er sagte, es handle sich um „eine Ehrung von unten, von uns Geretsriedern selbst“. Man wolle das in den kommenden Jahren fortsetzen. Schmid machte es spannend. „Das Original is...“ – er drehte einen Plakatständer auf der Bühne mit einem Foto von Anna Schmid darauf um – „...mei Oma.“ Riesenapplaus. Die völlig überraschte, 87-jährige „Bäcker-Oma“, wie sie von allen genannt wird, lief nach vorne auf die Bühne, nahm den „original Bunkerstein“ als Auszeichnung entgegen und bedankte sich gerührt.

Beim „Pfundsageln“ bewies Bürgermeister Michael Müller das beste Augenmaß. Ein 480-Gramm-Scheit sägte er ordentlich von dem Holzstamm herunter und kam damit dem Pfund am nächsten. Auf Platz Zwei landete der SPD-Ortsvorsitzende Martin Bruckner, gefolgt von Martin Kuchenreuther.

Roland Hammerschmied, Leiter der Gartenberger Bunkerblasmusik, legte einen filmreifen Auftritt als Eros-Ramazzotti-Verschnitt hin. Im Leoparden-Anzug und mit Sonnenbrille trällerte er Italo-Pop-Klassiker. Die Stimmung im Saal erreichte ihren Höhepunkt bei ACDCs „Highway to Hell“. Dann wurde wieder zu bayerisch-böhmischer Blasmusik geschunkelt. 

Tanja Lühr

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