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Die neue Vorstandschaft des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit setzt sich zusammen aus (v. li.): Kassier Thomas Holzer, der Jugendreferentin des Stadtrats, Heidi Dodenhöft, Beisitzer Thomas Gärtner, der Vorsitzenden Kerstin Halba und ihrem Stellvertreter Christian Vogl.

Besucherzahlen haben sich auf „normales Niveau“ eingependelt

Beratung im Jugendzentrum wird immer wichtiger

Kerstin Halba bleibt Vorsitzende des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit (TVJSA). Die Tierheilpraktikerin wurde in der jüngsten Mitgliederversammlung im Amt bestätigt, ebenso wie ihr Stellvertreter Christian Vogl.

Geretsried – Neu im Team ist Thomas Holzer. Er löst als Kassier Hildegard Pfaff-Hofmogel ab, die sich nicht mehr zur Verfügung stellte. Die Posten Schriftführer (Sabine Lorenz) und Besitzer (Thomas Gärtner) bleiben unverändert.

Einstimmig beschlossen die 13 anwesenden Delegierten, den Arbeitskreis Historisches Geretsried als weiteren Verein aufzunehmen. Er würde gerne mehr Jugendarbeit betreiben und zum Beispiel Stadtführungen für Kinder und Jugendliche anbieten, erklärte Sprecher Dr. Wolfgang Pintgen.

Kerstin Halba blickte in ihrem Rechenschaftsbericht auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Sie nannte die internationalen Kochabende im Jugendtreff Ein-Stein, die Informationsveranstaltungen über Flucht und Asyl an den Schulen sowie den „One World Fußballcup“ mit 50 jugendlichen Teilnehmern als einige Höhepunkte in 2016. Außerdem habe der TVJSA die Betreuung der Übergangsklasse und der Intensivklasse an der Mittelschule übernommen und das Quartiersmanagement für Stein bekommen.

Im Jugendzentrum Saftladen haben sich die Besucherzahlen laut Trägervereins-Geschäftsführer Rudi Mühlhans wieder auf ein „normales Niveau“ eingependelt. Die Belegung der Asylbewerberunterkunft am Gymnasium habe nur geringe Auswirkungen auf das Jugendzentrum. Im Schnitt seien etwa zehn Asylbewerber täglich im Saftladen. Einige Besucher hätten Probleme wie Sucht, Straffälligkeit oder auch Obdachlosigkeit. Der Beratung und Einzelfallhilfe komme deshalb mehr Bedeutung zu.

Streetworker Michael Mock bestätigte, dass die Fallzahlen in der Mobilen Jugendarbeit in der Vergangenheit stark angestiegen sind. Er habe es mit Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Straftaten und immer mehr psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen zu tun. Persönliche Schwierigkeiten und familiäre Konflikte hätten spürbar zugenommen.

Im Jugendtreff Ein-Stein sind die Besucherzahlen stabil, berichtete Mühlhans. Schwerpunktthema sei dort im Moment die Auseinandersetzung mit der „neuen“ Heimat. Sowohl an Ausflügen in die nähere Umgebung und bei der Planung einer Radlfreizeit als auch am Projekt „Küche regional“ würden die Kinder und Jugendlichen, von denen viele einen Migrationshintergrund haben, mit Freude teilnehmen. 

Tanja Lühr

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