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Achtung, gleich fällt er: Bürgermeister Michael Müller wagte sich bei der Eröffnung des Trimm-Dich-Pfads auf die Slackline.

Richtfest im Stadtwald

Mucki-Training unter freiem Himmel

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Geretsried - Rund 100 Bürger feierten am Freitagnachmittag die Eröffnung des Bewegungsparcours im Stadtwald. Wie an den Geräten trainiert werden kann, machten die Profis vor.

1,8 Kilometer ist der neue Trimm-Dich-Pfad lang. Allerdings sind noch nicht alle sieben Stationen fertig. Bereits trainiert werden kann an einer der drei großen Inseln (Station 4) in der Nähe der Radwegunterführung an der Tattenkofener Straße. Dort fand auch das Richtfest mit zahlreichen sportlichen Einlagen statt.

Bürgermeister Michael Müller (CSU) freute sich, dass so viele Bürger zum Richtfest des Bewegungsparcours gekommen waren. „Das zeigt, dass Sport und Bewegung in freier Natur unglaublich viele Menschen anspricht“, sagte der Bürgermeister. Und es zeige auch, dass man mit dem Bewegungsparcours auf dem richtigen Weg sei. Wie berichtet ging die Idee dazu aus dem Stadtleitbild hervor. Unter der Federführung von Heidrun Rösing war das Konzept ausgearbeitet worden. „Ich bin richtig glücklich, dass alles so gut geklappt hat“, sagte das TuS-Vorstandsmitglied.

Eine gute Figur machte Behindertensportler Georg Kreiter aus Thanning. Er ist zweifacher Weltmeister im Monoskifahren.

Rathauschef Müller dankte allen an dem Projekt Beteiligten, besonders den Ehrenamtlichen und den Sponsoren. Letztere hatten 30 000 Euro gespendet. Die Gesamtkosten werden sich auf etwa 140.000 Euro belaufen. Mit einer Summe von zirka 70.000 Euro wird der Bewegungsparcours als Leader-Projekt von der Europäischen Union (EU) gefördert.

Wie an der Calisthenics-Anlage trainiert werden kann, zeigten Behindertensportler Georg Kreiter sowie Igor Maksimovic und seine Freunde. Sie hangelten sich an den Stangen entlang, machten Klimmzüge und ließen die Muskeln spielen. Der 20-jährige Kfz-Mechatroniker aus Geretsried will „auf jeden Fall“ an den Geräten trainieren. „Unter freiem Himmel ist das ganz was anderes als im Studio“, meinte Maksimovic, der wie seine Kumpels ganz schön schwitzen musste.

Bürgermeister Müller hofft, dass die Bürger pfleglich mit den Geräten umgehen und diese nicht dem Vandalismus zum Opfer fallen. Drei Paten – Heidrun Rösing, Martin Florian und Thomas Altmann – haben sich dazu bereit erklärt, die Stationen im Auge zu behalten. Auch die Mitglieder des Jugendrats wollen nach dem Rechten sehen.

Ein Großteil der Geräte ist vom Bauhof bereits installiert worden. Allerdings dürfen sie noch nicht benutzt werden, weil Hackschnitzelunterlage und Hinweistafeln fehlen. Die, die noch nicht fertig sind, sollen nach und nach freigegeben werden, versprach der Bürgermeister. Er geht davon aus, dass der komplette Bewegungsparcours Ende September in Betrieb gehen kann.

Noch fehlt ein griffiger Name für den Trimm-Dich-Pfad im Stadtwald. Vorschläge können bis zum 11. September im Rathaus eingereicht werden. Außerdem gibt es einen Foto-Wettbewerb. Wer möchte, kann der Stadtverwaltung Bilder schicken.

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