Blick in ein Hotelzimmer
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Appartements für Arbeiter wollte ein Bauwerber in Geretsried errichten (Symbolfoto).

„Das bekommen wir nicht mehr eingefangen“

Geretsried: Boardinghaus fällt im Ausschuss durch

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Ein Boardinghouse im Gewerbegebiet: Dazu sagten die Mitglieder des Bauausschusses des Stadtrats auch dieses Mal nein.

Geretsried – Ein Boardinghouse im Gewerbegebiet: Dazu sagten die Mitglieder des Bauausschusses des Stadtrats auch dieses Mal nein. „Das bekommen wir nicht mehr eingefangen“, meinte Bürgermeister Michael Müller (CSU) in der Sitzung am Dienstag in den Ratsstuben.

Der Bauwerber hatte dem Gremium zwei Anträge für das Grundstück am Seniweg 6 bis 10 vorgelegt: einmal über den Neubau einer Lagerhalle mit 24 Appartements zur Unterbringung von Arbeitern im ersten Obergeschoss; zum anderen über die Aufstockung einer Lagerhalle, um im zweiten Obergeschoss Appartements einzurichten. Das Bauamt erkannte darin keine gewerbliche Nutzung. Und „Wohnen“ ist laut Rathausmitarbeiterin Susanne Ermer im Gewerbegebiet nicht zulässig. „Das ist klar wie Kloßbrühe“, meinte Rathauschef Müller. „Man sollte solchen Dingen einen Riegel vorschieben.“

Das tat das Gremium auch, indem es den Anträgen nicht das gemeindliche Einvernehmen erteilte. Stadträtin Heidi Dodenhöft (Freie Wähler) merkte mit Blick auf junge Fachkräfte an, dass es in Geretsried durchaus Bedarf für Wohnraum in Form eines Appartementhauses gebe. Darauf antwortete der Bürgermeister: „Wenn wir das haben wollen, müssen wir planerisch dafür sorgen.“  nej

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