Anita Kirner und Alexandra Dieterich mit ihrem Team an der Schnellteststation.
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Hatten am ersten Tag alle Hände voll zu tun: Anita Kirner (2. v. li.) und Alexandra Dieterich (5. v. li.) mit ihrem Team.

„Die Bude gestürmt“

Corona-Test statt Tiefkühlpizza: Schnellteststation bei Gustavo Gusto eröffnet

  • vonRudi Stallein
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Eine neue Schnellteststation hat in Geretsried eröffnet: Im Verkaufshäuschen von Tiefkühlpizza-Spezialist „Gustavo Gusto“ an der Böhmerwaldstraße werden Abstriche genommen. Das Angebot soll langfristig bestehen.

Geretsried – Corona-Schnelltest statt Pizza Salame: Im Verkaufshäuschen von „Gustavo Gusto“ an der Böhmerwaldstraße hat am Freitag eine weitere Geretsrieder Teststation eröffnet. „Wir sind überrannt worden. Sie haben uns förmlich die Bude gestürmt“, zeigte sich Anita Kirner überrascht vom regen Zulauf am ersten Tag. Die Fachärztin für Allgemeinmedizin leitet die Teststation, die von dem Wolfratshauser Startup excura UP betrieben wird. Dessen Geschäftsführerin ist Alexandra Dieterich.

Es ist nicht einfach, einen geeigneten Platz zu finden. Es braucht eine gewisse Größe, eine entsprechende Belüftung und gute Erreichbarkeit.“

Alexandra Dieterich, Geschäftsführerin excura UP

Mit ihrem erst im April gegründeten Unternehmen bieten die zwei Frauen „kostenlose Bürgertests“ ebenso wie „Betriebstestungen“ an. Der Standort in Geretsried ist ihr erster, weitere sollen in der Region folgen. „Es ist nicht einfach, einen geeigneten Platz zu finden“, sagt Dieterich (39), die hauptberuflich im Marketing tätig ist. „Es braucht eine gewisse Größe, eine entsprechende Belüftung und gute Erreichbarkeit.“ Bei dem Geretsrieder Pizza-Hersteller stießen die Damen mit ihren Plänen auf offene Ohren. „Wir haben das sehr gerne unterstützt“, sagt Pressesprecherin Patricia Franzius. „Und da wir derzeit den Lagerverkauf nur als Drive-In durchführen, steht das Verkaufshäuschen leer.“ Bis auf weiteres, mindestens aber bis zum 30. Juni, stehe es nun für Testungen zur Verfügung.

Standort ist optimal für Lkw-Fahrer

Rund 130 Personen (alle mit negativem Ergebnis) machten von dem Angebot am ersten Tag Gebrauch. „70 Prozent davon waren unter 50 Jahre alt“, sagt Kirner. Getestet wird in zwei „Teststraßen“. Ein positiver Nebeneffekt: „Der Standort ist sehr praktisch für Lkw-Fahrer. Für die ist es sehr schwierig, unterwegs Tests zu bekommen“, erläutert Anita Kirner (41), die nach eigener Aussage gleich einige Brummi-Piloten testen konnte.

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Das beim Start fünfköpfige Tester-Team soll auf circa 15 aufgestockt werden, für die fachlichen Schulungen zeichnet Kirner verantwortlich. Es sei angedacht, die Corona-Tests eventuell auch an zwei Abenden in der Woche anzubieten, sagt Geschäftsführerin Dieterich. Außerdem soll das Verfahren bald digitalisiert angeboten werden. Das bedeutet: Online einen Termin buchen, vor Ort den Abstrich vornehmen lassen, das Testergebnis wird aufs Handy gesendet. Bis es so weit ist, können Interessierte unangemeldet kommen. „Aber wer spontan kommen mag, kann das auch weiterhin“, betont Dieterich.

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Vorerst an zwei Tagen pro Woche geöffnet

Die Corona-Schnellteststation an der Böhmerwaldstraße 55 ist vorerst jeden Montag und jeden Freitag von 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist derzeit nicht erforderlich. Informationen zur geplanten Online-Anmeldung: www.excura.de

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