Ewald Kailberth ist CSU-Ortsvorsitzender
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Ewald Kailberth ist CSU-Ortsvorsitzender.

will nach zehn Jahren als Vorsitzender nicht mehr kandidieren

Geretsried: CSU-Chef Ewald Kailberth kündigt Rückzug an

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Nach 28 Jahren in der ersten Reihe des CSU-Ortsverbands will Ewald Kailberth das Zepter weiterreichen. Ein möglicher Nachfolger ist bereits im Gespräch.

Geretsried – „Es ist an der Zeit, den jüngeren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, das Ruder in die Hand zu nehmen und die erfolgreiche Arbeit mit neuen Ideen und frischem Wind weiterzuführen“, sagt der 61-Jährige.

Sofern es die Corona-Pandemie erlaubt, will die Geretsrieder CSU ihre Jahresversammlung mit Neuwahlen Ende Januar 2021 abhalten. Einen möglichen Nachfolger gibt es laut Kailberth bereits. „Wahrscheinlich wird es Martin Huber“, verrät er auf Nachfrage. Der 37-jährige Geltinger ist von Beruf Polizeibeamter, seit zwei Jahren Geschäftsführer des Ortsverbands und wie Kailberth Mitglied des Stadtrats.

Kailberth war 18 Jahre Geschäftsführer des Ortsverbands und ist seit zehn Jahren Vorsitzender. „In all den Jahren meiner aktiven Zeit in der ersten Reihe ging es mir nie um meine Person“, sagt Kailberth. „Mir lag immer die CSU am Herzen und natürlich deren Erfolge.“ Er blicke auf „sehr viele Höhen“ und „ein paar Tiefs“ zurück. So habe man den Mitgliederschwund in den vergangenen Jahren stoppen und die Zahl der Mitglieder im Ortsverband konstant bei 140 bis 150 halten können. Die Kommunalwahlen vor sechs Jahren und heuer seien erfolgreich für die CSU verlaufen. „Beide Male wurde unser Bürgermeister Michael Müller mit einem super Wahlergebnis gewählt.“ Die Sitze im Stadtrat haben die Christsozialen „im Großen und Ganzen“ halten können. „Für mich persönlich waren das die Höhepunkte meiner Tätigkeit als CSU-Ortsvorsitzender“, bilanziert der ehemalige Postbetriebsinspektor.

Seine Tätigkeit als Fraktionssprecher im Stadtrat und Personalreferent der Stadt will Kailberth weiter ausüben.

Der Ortsvorsitzende bedauert, dass aufgrund der Kontaktbeschränkungen seit März keine Stammtische mehr durchgeführt werden können. „Dieser Kontakt und Erfahrungsaustausch mit den Bürgern und Mitgliedern hat mir sehr gefehlt“, sagt der Geretsrieder. Er hofft, dass die politischen Stammtische im nächsten Jahr fortgesetzt werden können.  

nej

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