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Eng her geht’s auf der Egerlandstraße. Noch aber sehen die Betroffenen die Situation gelassen. 

Wer suchet, der findet

Darum spitzt sich die Parkplatzsituation im Geretsrieder Zentrum zu

Durch den Abriss der Baugenossenschafts-Wohnblöcke spitzt sich die Parkplatzsituation im Geretsrieder Stadtzentrum zu. Die Anlieger sehen es (noch) gelassen.

Geretsried – Es ist Dienstag und damit Wochenmarkt. Der Parkplatz-Suchverkehr auf der Egerlandstraße und in den Seitenstraßen ist deutlich erhöht an diesem Vormittag. Beobachtet man das Geschehen eine Weile, sieht man Autos mehrmals hin und her kurven in der Hoffnung auf eine frei werdende Parklücke.

Durch den kurz bevorstehenden Abriss der Baugenossenschafts-Wohnblöcke an der Egerlandstraße 58 bis 74 sind rund 20 Parkplätze weggefallen. Arbeiter entfernen gerade die asbesthaltige Wandverschalung von den Gebäuden. Zwischen November und Februar soll nach Auskunft von Baugenossenschafts-Geschäftsführer Wolfgang Selig der komplette Abbruch erfolgen.

Anwohner des Geltinger Wegs und der Graslitzer Straße beklagen, dass im Moment vor ihrer Haustür alles zugestellt sei. „Dabei gibt es auf der Böhmwiese offizielle Parkplätze. Aber das ist manchen schon zu weit zum Laufen“, sagt Erika Immertreu aus der Graslitzer Straße. Werner Kratschmer ist Fischhändler auf dem Wochenmarkt. „Die Leute schimpfen jede Woche über die Parkplatzsituation, nicht erst seit der Baustelle entlang der Baugenossenschafts-Häuser“, berichtet er. Einen Kundeneinbruch verspüre er aber deshalb nicht. „Man muss halt etwas mehr Zeit einplanen, wenn man mit dem Auto kommt“, meint Kratschmer pragmatisch.

Auch Rudi Utzinger, Inhaber von Intersport Utzinger und Mitglied der Anwohner- und Einzelhändlerinitiative „Pro Egerlandstraße“, betrachtet die Lage relativ gelassen. Seine Mitarbeiter würden im Moment auf ihre reservierten Parkplätze im Zentrum zu Gunsten der Kunden verzichten und ihre Pkw auf der Böhmwiese abstellen.

Wo sich die wenigen Plätze befinden, erfahren die Stammkunden per Newsletter oder auf Nachfrage im Geschäft. Die Möglichkeit zum Be- und Entladen vor dem Geschäft bestehe immer, betont Utzinger. Außerdem finde man am Fasanenweg und an der Böhmerwaldstraße meist fußläufig eine Parkgelegenheit.

Um während der Bauphase etwas Erleichterung zu schaffen, will die Stadt wie berichtet die Parkplätze auf der Böhmwiese jenseits der Bundesstraße 11 noch im Herbst instandsetzen und erweitern. Eine dritte Parkreihe soll die Aufstockung von bisher 70 auf 125 Plätze ermöglichen. Ein Rückbau ist geplant, wenn eines Tages die S-Bahn kommt. Weitere Ersatzparkplätze werden auf dem Grundstück der evangelischen Petruskirche hergestellt. „Es wäre schön gewesen, wenn das vor der Sperrung der Parkplätze vor dem Baugenossenschaftshäusern passiert wäre“, merkt Utzinger dazu an.

Sabrina Konzelmann, Angestellte im Café Mühlenbäck am Fasanenweg rät ihren Kunden, auf der Böhmwiese zu parken. Sie ist gleichzeitig Anwohnerin am Fasanenweg und sagt, ihr Mann stelle sein Auto dort ab und finde immer einen Platz. Auch Ümi Alkan von „Ümis Schneiderei“ meint, sowohl ihre Mitarbeiterinnen als auch ihre Kundschaft würden sich mit der momentanen Situation „schon arrangieren“.

Tanja Lühr

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