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„Die Goldene Mitte“: Kunstwerk verziert zwei Geretsrieder Kirchen

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Von: Doris Schmid

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Lichtinstallation Die Goldene Mitte
Kunst am Kirchturm: „Die Goldene Mitte“ heißt die Lichtinstallation von Bildhauerin Johanna Widmann. © Sabine Hermsdorf-Hiss

An den Türmen der Petrus- und der Versöhnungskirche sind bis 15. März Kunstwerke zu sehen, die das Sonnenlicht spiegeln. Sie stammen von Johanna Widmann aus Egling.

Geretsried – 2017 beleuchtete die Himmelsleiter den Turm der evangelischen Petruskirche. Jetzt ist dort wieder ein Kunstwerk angebracht. Inspiriert von der Installation an der St. Michaels-Kirche in Wolfratshausen im Jahr 2017, ist an dem Turm „Die Goldene Mitte“ von Bildhauerin Johanna Widmann zu sehen – ebenso wie an einer Wand der Versöhnungskirche am Chamalièresplatz.

„2020 hatten beide Kirchen ein Jubiläum, welches wegen Corona nicht stattgefunden hat“, berichtet die Bildhauerin aus Egling im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Kirchenvorstand und Pfarrer Georg Bücheler entschieden sich laut Widmann für eine Lichtinstallation, um auf diese Weise Geburtstag zu feiern. Nach langer Vorlaufzeit ist diese Idee nun umgesetzt worden: In sechs Metern Höhe am schlanken, hohen Turm der Petruskirche und an der Schindelwand der Versöhnungskirche kann das kreisrunde Kunstwerk bewundert werden. „Durch die handwerklich hervorragende Zusammenarbeit mit Herrn Weinbuchner, er ist Kunstschmied und Hausmeister vor Ort, und Herrn Kachel vom städtischen Bauhof, gelang diese aufregende Montage auf Anhieb“, freut sich die Künstlerin. „Darüber bin ich sehr glücklich.“

Johanna Widmann
Johanna Widmann, Künstlerin aus der Gemeinde Egling. © Gerhard Schwenglerwww.rawpix.de

Eigentlich ist Widmann Holzbildhauerin. Aber sie lässt sich nach eigenen Worten gern vom Material inspirieren. „Metall hat das Thema erfordert“, sagt die 60-Jährige über die „Die Goldene Mitte“. Die Messingschale ist in der Mitte nach oben gewölbt – von Hand getrieben. Die Oberfläche hat die Bildhauerin mit 24 Karat Blattgold versehen. „Pures Gold, das war mir wichtig“, betont sie. Die Schale ist von einem matten Reisigkranz geben. Verschieden gewachsene Äste fügen sich aneinander, überkreuzen und berühren sich.

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Je nach Tageszeit verändert sich das Objekt und spiegelt das Sonnenlicht. Bei Eintritt der Dämmerung wandert die Aufmerksamkeit des Betrachters von den beleuchteten Ästen immer wieder zum strahlenden Mittelpunkt. „In der Nacht färbt sich das graue Gezweig feurig gelb-orange und wirft ein unbegrenztes virtuoses Schattenspiel“, sagt die Künstlerin. So sei „Die Goldene Mitte“ nicht nur eine Lichtinstallation, sondern auch am Tag „eine eigenständige Installation“.

Info
Die Lichtobjekte an der Petruskirche (Egerlandstraße 39) und an der Versöhnungskirche (Richard-Wagner-Straße 3) sind bis 15. März 2022 zu sehen.

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