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„Syrische Pieta“ heißt die Skulptur von Hans Neumann, die derzeit in der Aussegnungshalle ausgestellt ist. 

Ausstellung eröffnet

Diese Ausstellung auf dem Geretsrieder Waldfriedhof geht unter die Haut 

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In der Aussegnungshalle auf dem Geretsrieder Waldfriedhof ist eine neue Ausstellung zu sehen. Der Ort dafür ist ungewöhnlich, doch der Titel „Dünnhäutig“ passt sehr gut dazu. 

Geretsried – Die Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof ist ein ungewöhnlicher Ort für eine Ausstellung. Für Themen wie „Tod“, „Vergängliches und Neues“ und „Dünnhäutig“, so der Titel der aktuellen Ausstellung, aber umso passender. 19 regional bekannte sowie auch neu in Erscheinung tretende Künstler stellen dort ihre Werke aus. Am Freitag fand die Vernissage statt.

Bürgermeister Michael Müller wünschte sich eine „Fortführung solcher Kunstausstellungen in diesem würdigen Rahmen“, weil, so seine Meinung, „Kunst voller Symbolik steckt, die es für den Betrachter gilt zu interpretieren“. Die Stadt Geretsried fördere Kunst auch deshalb, weil „Kunst im gesellschaftlichen Rahmen eine Wertschätzung verdient und zur Diskussion anregt“.

Das Stadtoberhaupt übergab das Wort an Pfarrer Georg Bücheler, der Ideengeber und Initiator dieser ungewöhnlichen Ausstellungsform. Für den musikalischen Rahmen sorgte Johannes Buxbaum am Klavier. Bücheler ging in seiner Einführungsrede auf die Interpretationsmöglichkeiten des Titels „Dünnhäutig“ sowie auf die künstlerisch hoch anspruchsvollen Darstellungsformen der menschlichen Haut ein. Besonders hob er hervor, was das größte und schmerzempfindlichste Organ des Menschen an Symbolik beinhaltet. „Ich könnte aus der Haut fahren.“ Nur eine kleine Berührung könne mehr helfen als 1000 Worte, verwies Bücheler auf die zunehmende Aggression in der Gesellschaft. Er mahnte aber auch: „Bitte legt Euch keine dicke Haut zu.“ Der Geistliche forderte „mehr Sensibilisierung für das gerade Geschehene“.

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43 Kunstwerke sind in der Aussegnungshalle zu sehen. Zum ersten Mal stellt das Ehepaar Christine und Christian Fuchs aus Königsdorf ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit aus. Christian Fuchs‘ großformatiges Acrylbild „Wo bist Du?“ zeigt lebhafte Gesichter. Trotz warmer Farben wirken die Menschen anonym. Das expressive Bild sei intuitiv entstanden, erklärt der Künstler. Seine Ehefrau Christine interpretiert das Thema „Dünnhäutig“ in Form von einem Hauch Blattsilber auf einem grobem Keramikblock. „Veränderung geschieht nur im Kleinen“, sagt sie.

Erstmals ist Beate Schaaf aus Glonn als Fotografin mit dabei. „Diese Region um Geretsried ist meine Herzensheimat“, sagt die gebürtige Dortmunderin. Sie sei oft zu Besuch. Ihre Fotografien entstehen vorwiegend im Voralpenland. So auch das Bild eines Tandemflugs am Gleitschirm. „Der seidige Schirm ist wie meine Haut. Die tausend Fäden sind wie Nervenbahnen. Davon getragen zu werden“, beschreibt die Fotografin, „ist ein unbeschreibliches Gefühl, das unter die Haut geht.“ web

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