Drei Frauen, drei Traumnoten: Geretsrieds beste Abiturientinnen verraten ihre Zukunftspläne
+
Endlich geschafft: Celine Lacherdinger, Julia Rodrian und Franziska Dempwolf (v. li.) haben alle einen Notenschnitt von 1,0 – und sind damit die besten Abiturienten des Geretsrieder Gymnasiums. 

Sie haben einen Schnitt von 1,0

Drei Frauen, drei Traumnoten: Geretsrieds beste Abiturientinnen verraten ihre Zukunftspläne

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
    schließen

Das große Büffeln hat ein Ende: Celine Lacherdinger (18) , Julia Rodrian (17) und Franziska Dempwolf (18) sind mit einem Traumnotenschnitt von jeweils 1,0 die besten Abiturienten des Geretsrieder Gymnasiums. Doch das Coronavirus hat ihre ursprünglichen Pläne ordentlich durchkreuzt. Wie geht es für die jungen Leute nun weiter?

Geretsried „Sehr erleichtert – und gleichzeitig total überrascht“ – mit diesen Worten beschreibt Celine Lacherdinger am Freitag nach der Notenbekanntgabe ihre Gefühlswelt. „Dass ich wirklich einen 1,0-Schnitt schaffe, damit hätte ich nicht gerechnet“, gesteht die 18-Jährige.

Geretsried: Die besten Abiturientinnen haben einen Schnitt von 1,0

Eigentlich wollte Lacherdinger nun erst einmal die Welt bereisen, „aber Corona hat mir in meine Pläne ziemlich reingefunkt und alles durcheinandergeschmissen“. Anstatt nach Korfu zum Abiurlaub geht es für sie nun erst mal nach Berlin. Dort möchte die 18-Jährige bei einem Praktikum am Theater Erfahrungen sammeln – auch im Hinblick auf ihr Studium. „Danach will ich in München Theaterwissenschaften studieren“, verrät sie.

Wegen Corona: Abiturienten schmiedeten Alternativpläne

Julia Rodrian hat ebenfalls Alternativpläne geschmiedet. „Eigentlich wollte ich mit meinen Eltern nach Brasilien reisen. Das fällt jetzt leider ins Wasser.“ Stattdessen fährt die 17-Jährige mit Vater und Freund ins Ferienhaus nach Italien. Mit Freundinnen wird sie danach Wien und Prag erkunden. 

Dann zieht es Rodrian wieder zurück in die bayerische Landeshauptstadt. „Dort möchte ich Mathe und Physik an der TU studieren, auf Bachelor und Master“, stellt sie klar.

Franziska Dempwolf bleibt erst mal in Deutschland. „Ich besuche mal wieder meine ganze Familie. Die wohnen zum Teil ein gutes Stück weit weg“, erzählt sie. Ganz so ausgereift wie bei den anderen sind ihre weiteren Zukunftspläne noch nicht. 

„Die nächsten Tage nutze ich erst einmal, um mir darüber klar zu werden, was genau ich studieren will“, berichtet sie. Bisher steht fest: Es soll ein Studium im Bereich Naturwissenschaften sein, am liebsten in München.

Ihre Mitschüler werden den Abiturientinnen fehlen

Was dem Trio in seinem neuen Lebensabschnitt künftig am meisten fehlt? Darin sind sich die jungen Frauen einig: „Die Leute an der Schule“, sagt Rodrian. „Kontakt halten wir vermutlich nur zu unseren engsten Freunden. Alle anderen sehen wir erst einmal nicht mehr.“ 

Gerade durch die Corona-Pandemie habe man sich in der Schule sowieso schon weniger gesehen, bedauert Dempwolf. „Unser Abistreich fiel flach, es gibt keine richtige Feier, und wir haben nicht mal ein gemeinsames Abschiedsfoto. Das finde ich schon sehr schade“, ergänzt Lacherdinger.

Trotz aller negativen Auswirkungen: In manchen Punkten hätte Corona durchaus Vorteile gehabt, finden die Abiturientinnen. Anstatt gemeinsam mit allen Abschlussprüflingen in der Turnhalle fanden die Prüfungen in Kleingruppen von etwa zehn Leuten statt. „Da hatte ich eher das Gefühl, ich schreibe eine normale Klausur – und nicht eine so bedeutende Prüfung“, erzählt Lacherdinger.

Kein Abistreich, kein Abiball und kein gemeinsames Abschiedsfoto

„Sonst wäre ich bestimmt nervöser gewesen.“ Rodrian fällt noch ein weiterer Vorteil ein: „Da wir uns eine Zeit lang mit niemandem treffen durften und die Hobbys erst mal flach fielen, blieb mehr Zeit für die Abitur-Vorbereitungen.“

Die Feierlaune lassen sich die drei besten Abiturientinnen jedoch nicht verderben: Corona hin, Corona her: Am Wochenende wollen Lacherdinger, Rodrian und Dempwolf trotzdem im kleinen Kreis mit Familie und Freunden auf die bestandenen Prüfungen anstoßen.

Traurig, aber wahr: WegenCorona müssen alle Abschlussfeiern abgesagt werden. Auch an Abistreich und Abschlussfahrt ist nicht zu denken.

kof

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wolfratshausen: Großeinsatz am Seniorenheim entpuppt sich als Fehlalarm
Wegen eines vermeintlichen Feuers waren am Donnerstag um die 80 Feuerwehrleute am ASB-Seniorenwohnpark im Einsatz. Doch der Großeinsatz entpuppte sich als Fehlalarm. 
Wolfratshausen: Großeinsatz am Seniorenheim entpuppt sich als Fehlalarm
Extremes Unwetter setzt Königsdorf unter Wasser
Ganze 23 Mal musste die Feuerwehr am Donnerstag in Königsdorf ausrücken. Grund war ein extremes Unwetter, über das selbst erfahrene Kommandanten staunten. 
Extremes Unwetter setzt Königsdorf unter Wasser
TCW: Picco muss wegen Handverletzung aufgeben
Mit einer 1:8-Niederlage bei GW Luitpoldpark München sind die Youngster des Tennisclubs Wolfratshausen in die Landesliga-Saison gestartet. Profi Francesco Picco plagt …
TCW: Picco muss wegen Handverletzung aufgeben
Geretsrieder Gemeinschaftsunterkunft: Vier Bewohner und zwei Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert
Wir geben einen Überblick während der Coronavirus-Pandemie im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in unserem News-Ticker. Aktuelle Zahlen und Entwicklungen lesen Sie hier.
Geretsrieder Gemeinschaftsunterkunft: Vier Bewohner und zwei Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Kommentare