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Nächste Großbaustelle: Nach dem Karl-Lederer-Platz ist die Egerlandstraße dran. Zwischen den Hausnummern 61/78 und dem Fasanenweg wird ein riesiges Baufeld entstehen. 

Lebensader wird gekappt

Geretsried: Egerlandstraße ab Ende März für zweieinhalb Jahre dicht

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Eine der Hauptverkehrsachsen Geretsrieds ist ab Ende März für zweieinhalb Jahre dicht: Die Egerlandstraße wird sich im Zentrum in eine Riesenbaustelle verwandeln. 

Geretsried – Grund ist die Erweiterung der zentralen Tiefgarage und der Bau des BGZ 2. Anfang April will die Baugenossenschaft Geretsried (BG) mit den Tiefbauarbeiten beginnen. Wie berichtet sollen 90 Wohnungen, Einzelhandel und Gastronomie entstehen. Dafür ist ab voraussichtlich 30. März eine Vollsperrung der Egerlandstraße zwischen der Einmündung Fasanenweg und den Hausnummern 61/78 notwendig. „Die Arbeiten werden mittels Spezialtiefbaugerät auf unserem beziehungsweise auf dem öffentlichen Grundstück, konkret auf der Seite vor dem BGZ beginnen“, erklärt Ursula Hölzl von der Baugenossenschaft. Anschließend werde der Tiefbau schrittweise um die westliche Seite der Baugrube „entlangwandern“. Zeitversetzt werden laut Hölzl die Verbauarbeiten vor dem Grundstück Egerlandstraße 56/56a beginnen. „Ein Bauzaun wird die Baustelle dabei umschließen und absichern.“

Da bei diesen Arbeiten unerwartet Probleme auftreten können, sei eine exakte Terminierung nicht möglich. Ferner könne es aus Sicherheitsgründen passieren, dass die Zuwegung kurzzeitig eingeschränkt werde. In der Regel wird auf der Baustelle werktags von 7 bis 20 Uhr gearbeitet. Wie bereits während der Abbrucharbeiten der alten Wohnblöcke werde die Stärke der Erschütterungen durch einen Dienstleister gemessen, versichert Hölzl. „Eine permanente, begleitende Messung ist dadurch gewährleistet, und die Arbeiten können lückenlos überwacht und dokumentiert werden.“

Für die Umfahrung der Baustelle wird die Stadt Umleitungen einrichten. „Selbiges gilt für den Fuß- und Radverkehr“, kündigt Thomas Loibl, Pressesprecher der Stadt, an. Wer von Nord nach Süd oder umgekehrt möchte, sollte das Zentrum am besten über die B11 umfahren. Als innerstädtische Umfahrung ist die Böhmerwaldstraße vorgesehen. Bereits jetzt gilt dort Tempo 30. Außerdem sind große Teile der Straße mit Halteverboten versehen.

Keine direkte Durchfahrt

Der Karl-Lederer-Platz erhält bis Juni dieses Jahres seinen letzten Schliff. Wie berichtet muss dort noch die Deckschicht aufgebracht werden. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich bis Juni erledigt sein. Trotzdem wird der Platz während der Bauphase an der Egerlandstraße für den Autoverkehr nur eingeschränkt erreichbar bleiben: über den Hermann-Löns-Weg, die Graslitzer Straße und den Martin-Luther-Weg (Einbahnstraße). Über die B11 lassen sich die zentrale Tiefgarage, die Graslitzer Straße sowie die Parkplätze vor den Ratsstuben anfahren. Eine direkte Durchfahrt von der Egerlandstraße wird es nicht geben. Möglicherweise zieht der Grüne Markt bereits vor Ende der Arbeiten zurück an den Karl-Lederer-Platz. Das prüft die Stadt derzeit.

Loibl betont, dass während der Bauphase die fußläufige und barrierefreie Erreichbarkeit aller örtlichen Einzelhändler, Dienstleister und Praxen „immer gewährleistet“ sei. Gleiches gelte für die Anlieferung. Loibl: „Außerdem sind natürlich die Rettungswege zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.“ Um die Bereiche Egerlandstraße Nord/Süd mit dem Karl-Lederer-Platz zu verbinden, werden Ersatzfußwege eingerichtet. Eine entsprechende Beschilderung und Bodenmarkierungen sollen den Fußgängern den Weg weisen. Um vom Karl-Lederer-Platz zur Egerlandstraße Süd zu gelangen, müssen Fußgänger auf den Lenauweg und den Parkplatz am Isarkaufhaus ausweichen; um den nördlichen Teil der Straße zu erreichen, gehen Passanten über den Hermann-Löns-Weg, dann auf dem Fußweg zwischen BGZ und Tiefgarage in Richtung Egerlandstraße.

Eingeschränktes Parkplatzangebot

Einschränkungen wird es durch die Baustelle auch im Parkplatzangebot eben. Das versucht die Stadt mit zusätzlichen Stellplätzen zu kompensieren. Geparkt werden kann auf der Böhmwiese (125 Stellplätze), vor den Ratsstuben (23 Stellplätze), hinterm Rathaus (21 Stellplätze), in der Tiefgarage (82 Stellplätze), an der Egerlandstraße Nord (30 Stellplätze), vor der evangelischen Kirche (25 Stellplätze) sowie am Hermann-Löns-Weg (4 Kurzzeitstellplätze, maximal 15 Minuten mit Parkscheibe) sowie ab Juli gegenüber vom Rathaus (6 Kurzzeitstellplätze).

Geänderte Buslinien

Während der Bauphase fährt der Stadtbus über die Böhmerwaldstraße. „Eine Anbindung des Zentrums erfolgt über den Fasanenweg und die Egerlandstraße Süd“, teilt der Pressereferent der Stadt, Thomas Loibl, mit. Anpassungen werden an folgenden Haltestellen vorgenommen: Graslitzer Straße: Die Haltestelle wird in beiden Fahrtrichtungen an den Kirchplatz 1 beziehungsweise 2 verlegt. Fasanenweg: Statt der regulären Haltestelle wird in beiden Fahrtrichtungen die Halteposition an der Egerlandstraße südlich der Kreuzung zum Fasanenweg (ursprünglich Linien 370, 376 und 379) angefahren. Rübezahlstraße: Die Haltestelle wird zusätzlich bedient. Geltinger Weg und Rathaus: Beide Haltestellen entfallen ersatzlos.

nej

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