Das ehemalige Forsthaus nahe des Waldfriedhofs in Geretsried.
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Steht seit Jahren leer: das ehemalige Forsthaus nahe des Waldfriedhofs in Geretsried.

Forstbetrieb München will leer stehendes Haus in der Nähe des Waldfriedhofs verwerten

Geretsried: Ehemaliger Reviersitz steht zum Verkauf

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Er ist nicht bewohnt und sucht einen Käufer: der ehemalige Reviersitz in der Nähe des Waldfriedhofs in Geretsried.

Geretsried – Mitten im Wald, zwischen dem Friedhof und der Staatsstraße 2369, steht es: Ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit Balkon, großem Garten und Garagen. Der Anblick ist allerdings kein schöner. Das Haus ist nicht bewohnt, Türen und Fenster sind mit Holzplatten verschlossen. Für das Gebäude auf dem 1400 Quadratmeter umfassenden Grundstück wird ein Käufer gesucht.

„Es steht seit einiger Zeit leer“, bestätigt Wilhelm Seerieder auf Nachfrage unserer Zeitung. Seerieder ist Leiter des Forstbetriebs München und zuständig für das Haus. Es war viele Jahre Sitz des ehemaligen Reviers Geretsried. Bis 2005 um genau zu sein. Mit der damaligen Forstreform verschoben sich die Grenzen. „Das Revier ist jetzt anders ausgeformt und heißt Revier Isartal“, erklärt Seerieder. Das erstreckt sich vom Grünwalder Forst im Norden bis nach Königsdorf im Süden. Der Schwerpunkt des Reviers liege nun im Norden. „Deshalb haben wir uns entschieden, auch den Reviersitz nach Norden zu verlagern.“ Er liegt nun in Forstenried.

Als der ehemalige Geretsrieder Revierleiter, der das Haus bewohnt hat, in Ruhestand gegangen ist, habe man versucht, eine vernünftige weitere Verwendung für das Forsthaus zu finden. „Die gab es so aber nicht“, räumt der Forstbetriebsleiter ein. „Seit einiger Zeit bemühen wir uns darum, das Haus zu verwerten.“ Aufgrund der Lage im Außenbereich und auch aus baurechtlichen Gründen sei das allerdings nicht einfach, „obwohl es eine attraktive Lage wäre“. Man sei mit verschiedenen Interessenten in Verhandlungen, sagt Seerieder. Näher darauf eingehen möchte er allerdings nicht.

Der Forstbetrieb München ist 18 300 Hektar groß und erstreckt sich von Königsdorf bis an den Münchner Stadtrand und von Fürstenfeldbruck bis fast nach Ebersberg. Der Schwerpunkt liegt im Grünwalder Forst. Die Auwälder entlang der Isar werden nicht mehr bewirtschaftet. Sie haben sich Forstbetriebsleiter Seerieder zufolge zu einem Naturwald entwickelt. Die Bestände seien so strukturiert, dass man sie sich weitgehend selbst überlassen könne. „Das ist auch unser Ziel“, sagt der Forstbetriebsleiter.

Neben dem Forsthaus gibt es noch die sogenannte Zehnerhütte, die sich ebenfalls im Besitz des Forstbetriebs befindet. Sie werde sehr sporadisch genutzt. „Wir wollen versuchen, sie an einen gemeinnützigen Verein abzugeben.“ Aber auch das gestalte sich schwierig, weil Forsthütten einer privilegierten Nutzung forstbetrieblicher Art unterliegen.  

nej

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