Es bewegt sich etwas: Die Vorarbeiten für das Großprojekt „Wohnen an der Banater Straße“ auf dem ehemaligen Lorenz-Areal laufen.
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Es bewegt sich etwas: Die Vorarbeiten für das Großprojekt „Wohnen an der Banater Straße“ auf dem ehemaligen Lorenz-Areal laufen.

Vorbereitungen zum Bau des neuen Quartiers laufen

Ehemaliges Lorenz-Areal: Eigene Heizzentrale für 770 Wohnungen

Auf dem ehemaligen Lorenz-Areal laufen die Vorbereitungen zum Bau des neuen Quartiers. Inzwischen ist schon etwas davon zu sehen.

Geretsried – Planung und Genehmigung zogen sich über Jahre hin, doch jetzt werden die ersten Arbeiten auf dem ehemaligen Lorenz-Areal sichtbar. Derzeit laufen vorbereitende Maßnahmen, teilt Korbinian Krämmel, Geschäftsführer des gleichnamigen Wolfratshauser Bauunternehmens, das das Projekt durchführt, auf Nachfrage mit.

Vorbereitung heißt, dass an der östlichen Seite des Grundstücks zwischen Banater und Elbestraße eine Stützwand montiert wird. Sie entsteht entlang der benachbarten Freiwilligen Feuerwehr und des Tiefkühlpizzaproduzenten Franco Fresco. Parallel dazu läuft die Kampfmittelfreimachung. Das bedeutet: „Wir untersuchen den Boden im oberen Bereich auf metallische Gegenstände“, erklärt Krämmel.

Dies sei nötig, um mit der Erschließung des Areals mit Wasser, Abwasser und Strom beginnen zu können. „Wir wollen mit dem Aushub nahtlos im Herbst starten“, so der Geschäftsführer. Den Beginn der Rohbauarbeiten im ersten Bauabschnitt, im Norden des Grundstücks, strebt das Unternehmen im zweiten Quartal 2022 an. Wie berichtet sollen die ersten der insgesamt 770 Wohnungen im Sommer 2024 fertig sein.

Zu dem Projekt gehören eine Kindertagesstätte, ein Boardinghouse und weitere sogenannte Qualitätsbausteine. Geplant war auch von Anfang an, das neue Quartier mit einer eigenen Energiezentrale zu versorgen. Die technischen Voraussetzungen lagen jedoch noch nicht vor, als der Bauantrag eingereicht wurde. Aus diesem Grund behandelte der Bau- und Umweltausschuss ein Detail jüngst nachträglich.

Die Energiezentrale soll nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten und aus zwei Blockheizkraftwerken bestehen, erklärte Susanne Ermer vom Bauamt in der Sitzung. Zur Anlage gehört ein Kamin, der im freien Luftstrom enden muss. „Berechnungen zeigten nun, dass die im Bebauungsplan erlaubte Überschreitung der Wandhöhe für technische Anlagen bis zu einer Höhe von drei Metern hierfür nicht ausreichen werden“, so die Bauamtsmitarbeiterin. Beantragt wurde deshalb eine isolierte Befreiung auf 6,44 Meter. Das Vorhaben sei mit nachbarlichen Interessen und öffentlichen Belangen vereinbar. Der Bau- und Umweltausschuss hatte keine Einwände.

Korbinian Krämmel sieht in der eigenen Heizzentrale einen Vorteil für die künftigen Bewohner des Quartiers. Im Vergleich zu anderen Neubauten würden die Energiekosten günstiger ausfallen und mit Blick auf die Energieeinsparverordnung erreiche man dadurch einen sehr guten Standard, sei also umweltschonender.  sw

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