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Rosa Rosen zum Ehrentag: Anna Schmid feierte am Mittwoch ihren 90. Geburtstag. 

Blumen für die Bäcker-Oma

Ein Geretsrieder Original feiert seinen 90. Geburtstag

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Kaum jemand kennt sie nicht, die Bäcker-Oma aus Geretsried. Am Mittwoch feierte die Senorin mit dem verschmitzten Lächeln ihren 90. Geburtstag. 

Geretsried – „Die Bäcker-Oma? Na klar kenn’ ich die!“ Viele Geretsrieder haben schon Bekanntschaft mit Anna Schmid gemacht – ein Original und Urgestein. Es gibt kaum jemanden in Gartenberg, der die freundliche, hilfsbereite und fleißige Frau nicht kennt. Am Mittwoch feierte Schmid im Kreise von Familie und Freunden ihren 90. Geburtstag.

Geboren wurde die rüstige Seniorin in Lenggries. Dort betrieben ihre Eltern eine Wäscherei. Und hier, im Familienbetrieb, lernte sie auch ihren zukünftigen Mann kennen. „Er ist mir aufgefallen“, erzählt die Jubilarin, „weil wir die gleichen Initialen AS hatten, Anton Schmid und Anna Simon.“ Der junge Mann, der sich gerade zum Bäcker ausbilden ließ, fand seinerseits Gefallen an der jungen Frau. „Im Winter war ich dann am Brauneck Ski fahren, und plötzlich stand der Herr Schmid vor mir“, erzählt sie auf ihre unnachahmlich humorvolle Art. „Nur, dass er gar nicht Ski fahren konnte. Also erbarmte ich mich und brachte ihn zurück ins Tal.“

Der Rest ist Geschichte: Das Paar verliebte sich, und als sich der kleine Anton ankündigte, wurde geheiratet. 1951 ergab sich die Gelegenheit, in Lenggries eine Bäckerei zu pachten, die sie bis zum Tod des Besitzers betrieben. 1960 wurde das Paar, das mittlerweile drei Söhne hatte, auf einen Bäckereibetrieb in Geretsried aufmerksam, der zum Verkauf stand. Sie ergriffen die Gelegenheit und bauten den ehemaligen Bunker an der Schlesischen Straße aus. Seither ist der „Schmid-Bäck’“ eine feste Institution in Geretsried.

Die Schmid-Anni kannte ihre Kunden. Sie hielt gerne einen Plausch mit ihnen, wusste um deren Sorgen und Nöte. Nicht selten wurde sie zum „Kurierfahrer“: „Wenn einer bei uns seine Brotzeit vergessen hatte, habe ich sie ihm halt mit dem Fahrrad nachgefahren, soll ja keiner verhungern.“

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1981 hat Sohn Anton das Geschäft übernommen. Zusammen mit seinen Söhnen Ludwig und Georg führt er heute den Betrieb mit den vier Geschäften. Aber das heißt nicht, dass sich die vierfache Großmutter und dreifache Urgroßmutter komplett zurückgezogen hat. „A bisserl“, sagt Schwiegertochter Karin und lacht, „kruschelt sie immer noch herum.“ Und: Bis heute ist sie die Wirtin bei den Treffen der Feuerwehr-Senioren im Stüberl in der Feuerwache Nord. 

sh

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