Beni Hafner alias Oimara mit seiner Gitarre auf der Bühne
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Fast schüchtern fing er an, drehte dann aber auf: Beni Hafner alias Oimara.

Tegernseer Musiker Oimara präsentiert seine neue CD

Ein Hinterhalt-Livestream in bester Fredl-Fesl-Manier

  • vonPeter Herrmann
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Ob der „Lieblingsdepp“, die Kathi aus der Disco oder „Bonzenkarren vom Tegernsee“: Hinter den Liedern von Oimara stecken Geschichten. Die erzählte er im Hinterhalt-Livestream.

Gelting – Stille ist der auf einer Tegernseer Alm aufgewachsene Beni Hafner eigentlich gewohnt. Doch weil er coronabedingt lange nicht mehr auf der Bühne stand, wirkte der 28-Jährige, der seit etwa vier Jahren unter seinem Künstlernamen Oimara auftritt, vor seinem Livestream-Konzert in der Kulturbühne Hinterhalt ein bisschen nervös. Fast schüchtern und im adretten Hemd gekleidet setzte er sich am Freitagabend auf einen Holzstuhl und stimmte auf seiner Gitarre den ersten Song „Heid is ma wurschd“ an.

Das Lied habe ich noch im Katerstadium geschrieben“

Oimara über „Disco Kathi“

Die anfängliche Unsicherheit währte allerdings nur kurz. In bester Fredl-Fesl-Manier erzählte Oimara Geschichten aus seiner noch gar nicht so lange zurückliegenden Jugend, die die Entstehung von Songs wie „Stammtisch“, „Lieblingsdepp“ oder „Disco Kathi“ maßgeblich geprägt haben. Letztere lernte er einst während einer durchzechten Nacht in der derzeit geschlossenen Rottacher Musikkneipe „Quantum“ kennen. „Das Lied habe ich dann am nächsten Tag noch im Katerstadium geschrieben“, gestand der Tegernseer.

Mit „Bierle in das Sun“ erreichte er Kultstatus

Weitaus dynamischer präsentierte er seine Hymne an das bayerische Nationalgetränk: „Bierle in das Sun“. Der eingängige Ohrwurm verzeichnete auf der Internetplattform Youtube bis heute nahezu eine Million Klicks und bescherte Oimara einen Bekanntheitsstatus, der von den Alpen bis zur Nordsee reicht.

Jodel, Wortspiele und beschwingte Musik: Oimara ist ein Rundum-Talent

Auch Jodeleinlagen und Wortspiele mit Palindromen („Otto Anna Maoam“) gehören zum Repertoire des Musikers, der auf Bairisch, Hochdeutsch und Englisch singt. Zwischendurch gab es Kampfansagen gegen die „Bonzenkarren vom Tegernsee“ und eine musikalische Abrechnung mit verwirrten Touristen aus den neuen Bundesländern. Mit der Huldigung seines Lieblingskleidungsstücks „Lederhosn“ und der Zugabe „Busheislparty“ endete ein Konzert, das Lust auf eventuelle Open-Air-Auftritte vor Publikum im Sommer machte. „Wir hoffen alle, dass es irgendwann mal wieder losgeht. Und das wird es auch“, versprach Oimara. Bis es soweit ist, bleibt den Fans nur das Anhören der aktuellen CD „A Quantum Prost“ oder das Anschauen des Livestreams, abrufbar unter www.kulturverein-isar-loisach.de. ph

Im Hinterhalt-Livestream geben sich seit Beginn der Pandemie viele hochklassige Künstler die Klinke in die Hand. Auch wenn die Künstler froh sind, wieder auftreten zu können: „Mein Publikum fehlt mir“ gestand Luise Kinseher vor ihrer Darbietung in Gelting.

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