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Ortswechsel: 53 Aussteller informierten in der Dreifachturnhalle die Schüler zu den verschiedenen Ausbildungsberufen. Bislang fand die kleine Messe immer in der Aula und der Mensa von Gymnasium und Realschule statt.

Orientierung im Ausbildungswald

„Eine Atmosphäre wie auf einer Messe“: Berufsinfotag in Geretsried

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Was soll ich werden? Vor dieser Frage stehen Jahr für Jahr die Realschüler der neunten Klassen. Entscheidungshilfe bekamen die Jugendlichen kürzlich von 53 Ausstellern beim Berufsinfotag in Geretsried.

Geretsried – Was soll ich werden? Vor dieser Frage stehen Jahr für Jahr die Realschüler der neunten Klassen. Entscheidungshilfe bekamen die Jugendlichen kürzlich von 53 Ausstellern in der Dreifachturnhalle der Mittelschule, wo die Realschule in Kooperation mit der Mittelschule einen Berufsinformationstag (BIT) anbot. „Sich erst nach dem Realschulabschluss in der Zehnten Gedanken zu machen, ist zu spät“, sagte Christian Zingler, Leiter der Realschule. Da würden oft Fehlentscheidungen getroffen. Der Infotag soll das vermeiden.

Der BIT fand erstmalig nicht in der Mensa und Aula des Gesamtschulhauses statt. „Eine Atmosphäre wie auf einer Messe“, lobte Zingler die Turnhalle als neuen Standort. Diese Meinung teilte auch Ausbilderin Marion Müller von Rudolf Chemie, die auf dem BIT zu den Stammgästen zählt. „Viel schöner als früher“, urteilte sie. Den BIT merkt die Firma erfahrungsgemäß im Nachgang: „Wir bekommen viel mehr Bewerbungen um Praktikumsplätze als sonst.“ Und manche der Jugendlichen würden später als Auszubildende zurückkehren.

Drei-Minuten-Check als Selbsttest

So war es auch bei Maxi Holzmeier (20). Der ehemalige Realschüler ließ sich vor vier Jahren von einem Bekannten am Stand der Firma Weber Schraubautomaten in die Welt der Technik einweisen – und erkannte schnell seinen Traumberuf. Er absolvierte ein Praktikum und bewarb sich im Anschluss um einen Ausbildungsplatz als Mechatroniker. „Jetzt bin ich im dritten Ausbildungsjahr. Und ich kann nur sagen: Es ist genau das Richtige.“

Wer noch keine Ahnung hatte, in welche Richtung seine Ambitionen gehen, war beim Stand des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit richtig. Hier half Carolin Kramheller mit einem Drei-Minuten-Check. „In einem Selbsttest schätzen die Jugendlichen sich und ihre Neigungen ein“, erklärte sie. „Das Ergebnis wird auf verschiedene Berufsgruppen übertragen.“

Die Schüler schätzten den BIT aus diesem Grund. „Er hilft mir bei der Orientierung“, sagte Stella, 15, die sich mit ihrem Berufswunsch noch nicht festgelegt hatte. „Die Gelegenheit, so viele Berufe gleichzeitig kennenzulernen, hat man sonst nie.“ sh

Lesen Sie auch: Auf Lerninseln werden Realschüler zu starken Persönlichkeiten - zum Leid mancher Lehrer


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