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Genug ist genug: Keinen weiteren Einzelhandel will die Stadt südlich der Jeschkenstraße zulassen. 

Gebiet südlich der Jeschkenstraße wird überplant

Für das Zentrum: Handel an Jeschkenstraße eindämmen

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Geretsried – Die Stadt will das Zentrum Karl-Lederer-Platz/Egerlandstraße stärken. Um zu verhindern, dass sich an der Peripherie weiterer zentrenrelevanter Einzelhandel ansiedelt, wurden alle Gewerbegebiete mit Bebauungsplänen überzogen.

Einzig der Bereich südlich der Jeschkenstraße fehlte noch. Auch dafür wird nun ein Bebauungsplan aufgestellt, beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Derzeit reiht sich an der Jeschkenstraße ein Geschäft an das andere: das Bekleidungshaus More & More, der Schuhmarkt Herrmann, das Dänische Bettenlager, der Textiler Kik, der Getränkemarkt Fristo und der Discounter Lidl. Im Eckhaus am Königsdorfer Weg befinden sich zudem weitere Geschäfte und eine Gaststätte. „Diese bestehenden Flächen genießen selbstverständlich Bestandsschutz“, erklärte in der Sitzung Bauamtsleiter Jochen Sternkopf. Mit dem Bebauungsplan wolle die Stadt nur verhindern, dass sich der zentrenrelevante Einzelhandel weiter ausbreitet. Das heißt: Sollte sich ein Geschäft vergrößern oder ein neues ansiedeln wollen, ist das künftig nicht mehr möglich.

Damit folgt die Stadt den Empfehlungen des Einzelhandelsgutachters Dr. Stefan Leuninger sowie des Büros Salm & Stegen, das für Geretsried ein Gesamteinzelhandelskonzept erstellt hat. Demnach sollen der Karl-Lederer-Platz und die Egerlandstraße das Hauptzentrum bilden und entsprechend gestärkt werden. Die Sudetenstraße und der Ortsteil Stein sollen als so genannte Nebenzentren eine Nahversorgungsfunktion erfüllen.

Für das Gebiet südlich der Jeschkenstraße war bereits Anfang der 1990er Jahre ein Bebauungsplan aufgestellt worden. Danach entstanden jedoch so viele Einzelhandelsflächen, dass das Verfahren 1999 eingestellt wurde. 

sas

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