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Glückwunsch: Emilie Otschko mit Tochter Nada Siegmund (li.), Sohn Daniel Otschko (re.) und dem Dritten Bürgermeister Gerhard Meinl.  

107. Geburtstag

„Nasdravje“ auf Emilie Otschko, die älteste Bürgerin der Stadt Geretsried

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Emilie Otschko ist die älteste Bürgerin der Stadt Geretsried. 107 Jahre ist sie - und sie reist noch immer gerne in die alte Heimat.

Geretsried  Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl überbrachte zum 107. Geburtstag Blumengrüße von der Stadt, Schoko-Grüße vom Landkreis und Nymphenburger Porzellan vom bayerischen Ministerpräsidenten. Meinl wünschte der gebürtigen Slowenien-Deutschen gute Gesundheit und noch viele Lebensjahre, damit „das Geschirr komplett wird“. Spaß darf sein. In der Familie Otschko wird viel gelacht.

Emilie Otschko führte ein einfaches, aber glückliches und zufriedenes Leben. Am 29. Oktober 1912 wurde sie in Rogatec, einem historischen Markt nahe der heutigen Grenze zu Kroatien, geboren. Es war noch die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Emilie wuchs deutschsprachig auf. Sie erlebte Veränderungen, Umbrüche, Bedrohungen durch zwei Weltkriege. Später, im damaligen Jugoslawien, fehlt es an Arbeit. Ihr Ehemann entschloss sich 1964, nach Deutschland respektive Geretsried zu gehen, um als Schneidermeister Arbeit zu finden. Die Familie holte er ein Jahr später nach.

Die Otschkos haben vier Kinder, inzwischen sechs Enkelkinder und vier Urenkel, eine große Familie, die teils in Slowenien, teils in Geretsried und Wolfratshausen lebt. Sohn Daniel (81 Jahre) lebt mit der Mutter zusammen und kümmert sich rührend um sie. Er kocht und führt den Haushalt. Das Gemüse zu schälen und das Geschirr zu waschen, lässt sich Emilie Otschko allerdings bis heute im hohen Alter nicht nehmen. „Ich bin froh, wie es mir geht. Ich habe immer viel gearbeitet, viel gelacht, viel gesungen und früher als junge Frau sogar Theater gespielt“, sagt die Jubilarin, die mit 100 Jahren noch tanzte, verrät Tochter Nada Siegmund. 

Bis heute besucht die rüstige Dame ihre alte Heimat Slowenien. „Dort möchte sie auch sterben“, sagt Nada Siegmund. Im Selbstversorger-Bauernhof, in dem sie aufwuchs, lebt heute der jüngere Sohn mit Familie. Und die ältere Tochter ganz in der Nähe. Dort stehen noch die alten Obstbäume und der reichhaltige Gemüsegarten. Dort gibt es Wein, Walnüsse und Maroni. Zu Weihnachten wird daraus „Poteca“ gebacken – ein traditioneller Nusszopf, den Emilie Otschko so sehr liebt wie die typische Tomatensoße mit karamellisiertem Zucker und Rotwein, die man mit Kartoffelpüree isst, erklärt Tochter Nada den Gratulanten.

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Bevor die Familie zur Geburtstagsfeier am Nachmittag zusammenkam, verabschiedete sich Gerhard Meinl bei einem Gläschen Prosecco. „Nasdravje“ wünschte er aufs Wohl und die Gesundheit der ältesten Bürgerin seiner Stadt. 

Andrea Weber

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