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Auf die nächsten vier Jahre (v. li.): Margit Berendsen (Kassier), Andreas Hopfner (2. Kassier), Erika Halba (Vorsitzende), Gertraud Herrmann (Schriftführerin) und Anni Osterer (Vize-Vorsitzende).

Erika Halba macht’s nochmal

AWO Geretsried: Erika Halba erneut im Amt bestätigt

Geretsried – Die Geretsriederin Erika Halba leitet seit 30 Jahren den Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt. Die Mitglieder bestätigen die Vorsitzende in ihrem Amt.

Seit 30 Jahren steht Erika Halba an der Spitze des Geretsrieder Ortsverbands der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die übrigen Vorstandsmitglieder sind fast alle ebenso lange dabei. Die Vorstandschaft wurde am Samstag in der Hauptversammlung im Schützenheim für weitere vier Jahre wiedergewählt. „Danach ist dann aber Schluss“, sagte Erika Halba (75) nach der Wahl.

Sie bedankte sich bei den 50 anwesenden von insgesamt 126 Mitgliedern für deren Vertrauen. Als prominentes 127. Neumitglied konnte die AWO an dem Nachmittag Bürgermeister Michael Müller begrüßen. Der Ehrengast unterschrieb noch vor Ort einen Aufnahmeantrag. In seinem Grußwort nannte Müller die Arbeiterwohlfahrt eine Einrichtung, die „unsere Gesellschaft ein Stück menschlicher macht“. Gerade in der aktuellen Flüchtlingskrise sei Mitmenschlichkeit wichtig. Der Rathauschef berichtete über die Pläne der Stadt für das ehemalige Lorenz-Areal. Dort sollen 600 Wohnungen für 1000 bis 1500 Menschen entstehen, etwa ein Drittel als Sozialwohnungen, ein Drittel zu günstigen Mieten und ein Drittel als Eigentumswohnungen.

Der AWO-Ortsverein engagiert sich in vielfältiger Weise sozial. Eine feste Einrichtung ist der Kleidermarkt jeden Donnerstagnachmittag im Obergeschoss des Schützenheims. Erika Halba, ihre Stellvertreterin Anni Osterer, Anneliese Völker und Jutta Misere verkaufen dort gebrauchte Baby- und Kinderkleidung, Kinderwagen und andere Dinge, die sie gespendet bekommen, zu kleinen Preisen. 15 Prozent des Erlöses behält die AWO, um ihre Kosten zu decken. Jedes Jahr vor Weihnachten packen die Frauen außerdem Geschenkkörbe mit Süßigkeiten und Obst für die Bewohner des Pflegeheims St. Ursula und für die Bewohner der sozialtherapeutischen Einrichtung an der Schlesischen Straße. Mit Herbert Mieseler als Nikolaus statten sie den Menschen einen Besuch ab. „Die Freude bei den insgesamt 260 Patienten ist jedes Mal riesengroß, wenn wir kommen“, sagte Halba. Der Leitspruch, den sich die AWO einmal vor 25 Jahren gegeben hat, besitzt für die Vorsitzende noch heute Gültigkeit und gefällt ihr von allen Leitsprüchen am besten: „Mensch sein heißt helfen“.

Dass die AWO auch ein geselliger Verein ist, bewies Halbas Rück- und Ausblick auf Feste und Veranstaltungen. Dazu gehören die Weihnachtsfeier und das Herbstfest im Schützenheim sowie ein einwöchiger Ausflug, der im Jahr 2017 wieder stattfinden soll. Um die ehrenamtliche Arbeit weiterhin leisten zu können und um bei sozialen Notfällen schnell und unbürokratisch helfen zu können, bittet die AWO jedes Jahr die Firmen und die Bevölkerung um Spenden. Für die bisherige Großzügigkeit bedankte sich Halba.

Zur Vorsitzenden wurde Erika Halba wiedergewählt. Ihre Stellvertreterin bleibt Anni Osterer. Die Kasse verwaltet wie gehabt Margit Berendsen, ihr Stellvertreter ist Andreas Hopfner. Schriftführerin bleibt Gertraud Herrmann. Zu Beisitzern wurden gewählt: Jutta Misere, Helmut Halba, Herbert Mieseler, Siegfried Osterer und Erwin Misere. 

Tanja Lühr

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