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Beim Spazierengehen soll ein Fremder einer Geretsriederin ihr Kind entrissen haben. Jetzt gibt es offenbar Zweifel an der Aussage der Mutter.

Polizei schließt Straftat aus

Bub entrissen: Jetzt schaut die Sache ganz anders aus

Geretsried - Der Fall eines entrissenen Kindes sorgte für viel Aufregung. Jetzt stellt sich der Sachverhalt ganz anders dar.

Der mysteriöse Vorfall, der sich am vergangenen Freitag auf der Richard-Wagner-Straße in Geretsried abgespielt hat, „hat keinen kriminellen Hintergrund“. Das berichtet Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage unserer Zeitung.

Wie berichtet hatte eine 24 Jahre alte Frau die Polizei alarmiert. Nach ihren Worten waren ihr auf der Richard-Wagner-Straße am Freitagvormittag zwei Männer entgegengekommen. Einer von ihnen habe dem einjährigen Buben der Frau zunächst Schokolade angeboten. Plötzlich habe der Unbekannte das Kind gepackt, habe es hochgehoben und sich ein Stück von ihr entfernt. Der Einjährige habe sich nach Kräften gewehrt, die 24-Jährige sagte aus, dass sie den Mann angeschrieen habe. Er habe das Kind schließlich wieder losgelassen und sei mit einem Begleiter in Richtung Sudetenstraße weitergegangen.

Aufgrund von Augenzeugenhinweisen hat die Kriminalpolizei Weilheim die zwei gesuchten Männer identifizieren können. Beide sind laut Thalmeier bereits zur Sache befragt worden. Das Ergebnis: „Eine versuchte Straftat kann ausgeschlossen werden“, so der Behördensprecher. „Weitere Details und der Hintergrund des Vorfalls sind Gegenstand weiterer Ermittlungen.“

Michael Goder

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